Bücherverbrennungen Mai 1933 (1)

Heinrich Heine sah es voraus. In lockerer Folge wollen wir an dieses Verbrechen erinnern. Wir stellen Texte aus Büchern von Autoren vor, deren Bücher verbrannt wurden.

Am 10. Mai 1933, also nur wenige Wochen nach der Machtübernahme der NSDAP, organisierten SS und SA, gemeinsam mit Studenten des ganzen Landes, das Verbrennen von Büchern von Autoren die als undeutsch galten. Sie verbrannten die Bücher, deren Inhalt ihnen schlicht missfiel. Dazu zählten Albert Einstein, Sigmund Freud, Erich Kästner, Bert Brecht, Kurt Tucholsky, Erich Maria Remarque, Alfred Döblin, Stefan Zweig oder Heinrich Heine.

Eine Liste mit allen Bücherverbrennungen zur Zeit des Nationalsozialismus und wo sie stattfanden, findet ihr hier:
http://www.literatisch.de/orte-der-buecherverbrennung-und-die-daten.html

Lasst uns gemeinsam Horst Seehofer verklagen!

DIE LINKE. Fraktion im Thüringer Landtag macht sich seit vielen Monaten für ein Landesaufnahmeprogramm stark, um Menschen aus den griechischen Lagern nach Thüringen zu holen.

Hierzu haben wir gemeinsam mit den Grünen und der Landesregierung, sowie in enger Abstimmung mit unseren Fraktionen in Berlin und Bremen ein entsprechendes Papier erstellt, welches durch das Kabinett beschlossen wurde.

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Solidarität. Grenzenlos.

Kundgebung mit kulturellen Beiträgen (Musik und Tanz)
am Sonnabend, 20. März auf dem Kieler Rathausplatz
Die Veranstaltung beginnt um 11 Uhr und endet um 13:30 Uhr.

Programm:

* Runder Tisch – Begrüßung und Einleitung
* Kampagne „Aufstehen gegen Rassismus“
* Flüchtlingsrat S-H
* DIDF – Föderation demokratischer Arbeitervereine
* Landesverband der Sinti und Roma S-H

*** Livemusik DIDF

* Verlesen eines Grußworts von Janos Darvas, Jüdische Gemeinde
* ZBBS – Zentrale Bildungs- und Beratungsstelle für Migrantinnen und Migranten
* Türkische Gemeinde S-H

*** Tanzgruppe der Ghana-Union Kiel SH

* Sisters – Frauen für Afrika S-H
* Afrodeutscher Verein S-H
* Seebrücke S-H

*** Tanzgruppe

* Forum für Migrantinnen und Migranten der Landeshauptstadt Kiel
* Embipoc – Empowerment von Black, Indigenous and People of Colour
* Willkommensinitiative Elmschenhagen (angefragt)

*** Livemusik DIDF

Zwischen den Redebeiträgen DJ mit Musik vom Tonträger.

Internationaler Tag gegen Rassismus

Veranstaltung von
Aufstehen gegen Rassismus Schleswig-Holstein
Rathausplatz 1 Kiel
Samstag, 20. März 2021 um 11:00

Die weltweiten Proteste nach der Ermordung George Floyds brachten weltweit Millionen Menschen mit der Losung „Black Lives Matter“ auf die Straße. Sie haben eindringlich deutlich gemacht, wie sehr rassistische Hetze, Ausgrenzung, Diskriminierung, Unterdrückung und Polizeigewalt das Leben nicht-weißer Menschen bestimmen, und dass diese das nicht länger hinnehmen wollen. Zugleich geht es um die Wurzeln des Rassismus:
Die koloniale Eroberung und Aufteilung der Welt durch die Europäer, die bis
heute weltweit Strukturen, Bewusstsein und Lebenschancen bestimmen.
Es ist kein Zufall, dass die Menschen, die zu Tausenden im Mittelmeer und zunehmend im Atlantik ertrinken oder in der Sahara verdursten, „People of Color“ sind; es ist kein Zufall, dass unter denjenigen, die Europa zur Festung ausgebaut haben, die alten Kolonialmächte sind.
Die Welt ist im Umbruch und während Regierungen so tun, als könnten sie die damit verbundenen Migrationsbewegungen durch Abschottung verhindern, entstehen in der extremen Rechten immer mehr terroristische Strukturen – oft mit Verbindung zu staatlichen Strukturen wie Polizei und Militär. Immer wieder sterben Menschen bei terroristischen Anschlägen durch Nazis und Rassisten.
Rassistische Anfeindungen und Gewalt gegen Geflüchtete und rassistisch diskriminierte Menschen haben auch hierzulande drastisch zugenommen. Diejenigen, die rassistische Gewalttäter mit Hassreden munitionieren, sitzen auch in Deutschland in den Parlamenten. Die AfD zu stoppen und ihre völkisch-nationale, antidemokratische Politik zu Fall zu bringen, ist das Ziel von Aufstehen gegen Rassismus.
Unsere Alternative heißt Solidarität! Gerade in der Pandemie. Nein zur Hetze gegen Sündenböcke von Nazis und Rassisten!
Deshalb beteiligen wir uns in Deutschland und weltweit an den Aktivitäten zum Internationalen Tag gegen Rassismus und rufen auf zu vielfältigen Aktionen gegen Hetze, Ausgrenzung, Stigmatisierung, Islamfeindlichkeit, Antisemitismus, Antiziganismus und jede andere Form von Rassismus.
Die Vereinten Nationen haben 1966 den 21. März als „Internationalen Tag zur Überwindung von Rassendiskriminierung“ ausgerufen. Damit soll an die blutige Niederschlagung einer friedlichen Demonstration in Sharpeville in Südafrika gegen die Apartheid am 21. März 1960 erinnert werden. In Deutschland organisiert die „Stiftung gegen Rassismus“ 2021 zum 26. Mal vom 15. bis 28. März 2021 die Internationalen Wochen gegen Rassismus unter dem Motto „Solidarität. Grenzenlos“.
Aufstehen gegen Rassismus beteiligt sich auch an der internationalen Initiative „World against Racism”.

 

 

 

 

 

 

 

 

March of Hope, Aktionstag am 5. Sept. 2020

5 Jahre March of hope: We stay united! – Aktionstag am 05.09. in Kiel

13:00 Uhr (ab Andreas-Hofer-Platz, Elmschenhagen) – Spaziergang: Stickern gegen Rechts mit dem Runden Tisch gegen Rassismus und Faschismus
14:00 Uhr (Vinetaplatz) – Farbdruck gegen Rechtsruck: Beutel bedrucken mit der Seebrücke Kiel
15:00 Uhr (Europaplatz) – Open Microphone, organisiert von EmBIPoc
16:00 Uhr (Bahnhofsvorplatz) – Abschlusskundgebung

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Aufruf zum Antikriegstag am 1.9.2020

Antifaschismus und Friedenskampf gehören zusammen. Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg! ist unsere Losung. Deshalb ist auch der Runde Tisch gegen Rassismus und Faschismus am 1. September um 17 Uhr auf dem Europaplatz in Kiel dabei.
Liebe Friedensfreund*innen,
trotz Corona haben wir uns entschlossen, am diesjährigen Antikriegstag
(1. September 2020) an den Beginn des 2. Weltkrieges zu erinnern. Mit einer Mahn-Kundgebung mit Infoständen auf dem Europaplatz (der Asmus-Bremer-Platz steht derzeit nicht zur Verfügung) wollen wir an den Schwur von Buchenwald erinnern: Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus!
Redebeiträge wurden angefragt bei: DGB Kiel Region; DFG-VK (Thema Drohnen); Runder Tisch gegen Rassismus; SDAJ (Thema Werbeoffensive der Bundeswehr).
Die Jugendorganisation SDAJ schlägt vor, eine Finanzierungsgegenüberstellung als Ratespiel und ein Dosenwerfen gegen Kriegstreiber aufzubauen und bittet um ähnliche kreativeAktionen.
Bereits am Samstag, 29.8.2020, Zwei vor Zwölf, 11:58 Uhr, lädt die DFG-VK Flensburg zur 51. Mahnwache ein am Drohnen- und Tornadostandort Jagel (Zufahrt zum Fliegerhorst) .
 Herzliche Friedensgrüße

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Unser Fest – 20 Jahre Runder Tisch gegen Rassismus und Faschismus Kiel

Ein Beitrag von Dietrich Lohse

Seit 20 Jahren besteht der Runde Tisch gegen Rassismus und Faschismus in unserer Stadt. Das war und ist für uns ein Grund zum Feiern. Eigentlich hatten wir uns mit einer Reihe kleinerer Veranstaltungen unserem Jubiläum nähern wollen – die Pandemie hat das verhindert. So haben wir uns zu einem großen Fest entschlossen: Am 15. August haben wir ein Sommerfest in der Kieler „Räucherei“ veranstaltet. Mit ausgefeiltem Hygienekonzept und mit einer zuverlässigen Security lief alles reibungslos. 400 Menschen haben im Laufe des Nachmittags unser Fest besucht.

Vor 20 Jahren hatten Neonazis den damaligen Bevollmächtigten der IG Metall in Elmshorn, den Kollegen Uwe Zabel, mit dem Tode bedroht. Vertrauensleute der IG Metall in Schleswig-Holstein sagten sich: Gegen die Nazi-Umtriebe muss jetzt der Widerstand breit organisiert werden. Auch in Kiel. Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen! Diese Losung, die heute deutschlandweit verbreitet ist, ist damals entstanden. Ihre Initiative fand Anklang. So entstand der Runde Tisch in Kiel. Beteiligt waren die IGM und andere Kieler Gewerkschaften – ich durfte damals die IG Medien vertreten – , Betriebsrät*innen aus verschiedenen Betrieben, bereits bestehende antifaschistische Stadtteilinitiativen und viele Andere. Noch heute zieht der Runde Tisch viel Kraft aus der engen Verbundenheit mit den Kieler Gewerkschaften, vor allem mit der IG Metall, mit ver.di und der GEW.
Grundlage unserer Arbeit ist nach wie vor die gemeinsam erarbeitete „Kieler Erklärung“. Sie hält fest: Der Runde Tisch bietet Platz für jede/n Antifaschist*in. Er ist kein Verein, sondern ein Forum, ein ständiges Angebot. Ein Tisch, der mindestens einmal im Monat im Kieler Gewerkschaftshaus für euch alle bereitsteht, zum Erfahrungsaustausch, zum Planen von Aktionen, zum gemeinsamen wieder Aufstehen gegen Rassismus, Faschismus und Nationalismus. Seit 20 Jahren. Es hat sich gelohnt!

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GEDENKEN – GESTALTEN – LEBEN – Eröffnung

1992 verübten Neonazis die Brandanschläge von Mölln. Bahide Arslan starb in den Flammen, bei dem Versuch ihre Verwandten zu retten. Wie halten wir die Erinnerung an den menschenverachtenden Anschlag und seine Opfer lebendig?
Welche Veränderung braucht der Platz, um ihn aktiver zu machen? Welche Utopien braucht es für ein solidarisches Zusammenleben?

10 Tage lang trifft sich Gaarden auf dem Bahide-Arslan-Platz, um mit Zeichnung, Diskussion und Text heraus zu finden, wie man den Platz umgestalten sollte. Aus den Ergebnissen entwickelt eine Gruppe aus Vertretern der Familie Arslan, der Platzanrainer, dem Projektteam und Anderen einen Vorschlag, der der Stadt Kiel zur Realisierung überantwortet wird.

Bericht von Dietrich Lohse – Runder Tisch Kiel

Gestern, am ersten Tag der angekündigten Aktionstage im August 2020, haben sich einige Dutzend Menschen auf dem Platz und rundherum versammelt und Faruk Arslan begrüßt, der in bewegenden Worten das Schicksal seiner Familie beschrieben und seine Dankbarkeit über die Unterstützung auch von Seiten der Kieler Antifaschist*innen zum Ausdruck gebracht hat. Zusammen wollen wir weiter dafür sorgen, dass das Schicksal von Bahide Arslan, ihrer Familie und all der anderen Opfer des rassistisch motivierten Terrors in Deutschland nicht vergessen wird. Der Kampf gegen die Terroristen und die Urheber des Terrors geht weiter.

Wichtig ist für Faruk Arslan und seine Familie, dass die geplante Umgestaltung des Platzes mit dem Ziel, ihn  attraktiver zu gestalten und mehr zu einem Ort der Begegnung der Menschen im Stadtteil zu machen, in Zusammenarbeit und Abstimmung mit seiner Famile erfolgt und nicht über ihre Köpfe hinweg. Über die Einrichtung des Platzes und seine ursprüngliche Gestaltung war die Familie Arslan informiert, aber nicht einbezogen worden. Gemeinsam geht es nun weiter.

Unabhängig von der Entstehungsgeschichte des Platzes sind Angehörige der Familie seit Langem jedes Jahr in Kiel und besuchen den Platz.

Im Bewusstsein der Einwohner*innen Kiels ist dieser Platz bisher zu wenig verankert. Wir wollen mehr dafür tun, dass sich das ändert. Denn die Existenz des Platzes ist von Bedeutung für alle Menschen hier. Der Runde Tisch gegen Rassismus und Faschismus wird sein Teil dazu beitragen.

Dem können sich die Omas gegen Rechts Kiel nur anschließen. Wer Vorschläge für die Gestaltung des Platzes hat, kann diese am Platz bei der Künstlerinitiative vorbeibringen.

Fotos: ust

Aktionen zum Gedenken an Bahide Arslan

 

 

 

 

 

 

Bereits heute beginnen die Aktionen auf dem Gaardener Bahide-Arslan-Platz. Um 13 Uhr spricht Faruk Arslan dort.

Besonders Gaardener*innen sind gefragt, sich an der Diskussion um eine ansprechendere Gestaltung dieses wichtigen Platzes in Kiel zu beteiligen.

Bahide-Arslan-Platz
Mo,10.8. – Mi 19.8. 12 – 17:30h
Ausstellung, Zeichnen, Schreiben, Diskutieren
Mo. 10.8. 13:00h Rede Faruk Arslan
Mi. 12.8. 21:15h Filmvorführung „Nach dem Brand“ Familie Arslan nach den Anschlägen
Mi. 19.8 13:00h Rede Ibrahim Arslan

Galerie ONspace
Do. 27.8. – So. 27.9., Di. Mi., Do, So 15:00 – 18.00h
Ausstellung der Ergebnisse und Vorschlagsentwicklung

Partnerprojekt: „Möllner Fassaden“
Fr. 4.9. – Sa. 12.9. Bahide-Arslan-Platz

Projekt von Flüchtlingsrat und Rundem Tisch

Ein Bildungsprojekt sucht junge Menschen, die sich im Rahmen von ehrenamtlichem Engagement für Demokratie einsetzen.

Zeitraum: Juli bis Dezember 2020

Was können junge Menschen tun, wenn sie aktiv gegen die akute Bedrohung demokratischer Werte und Normen eintreten wollen, wenn eine freie, tolerante und vielfältige Gesellschaft für sie einen hohen Wert hat?

Demokratie braucht Demokrat*innen! Sie braucht Individuen, die sich wehren, wenn in ihrem unmittelbaren Umfeld andere Menschen aufgrund ihrer Herkunft, Hautfarbe, Kultur, Religion, sexuellen Orientierung oder ihrer sozialen Situation diskriminiert und bedroht werden und ihnen der gleichberechtigte Zugang zu unserer Gesellschaft verwehrt wird. Demokratie braucht Bürger*innen, die sich engagiert an politischen Debatten und der Gestaltung der Gesellschaft beteiligen, die Ausgrenzung, Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus aktiv bekämpfen. Das gilt in besonderer Weise in einer Zeit, in der demokratische Werte und Verfahren unter erheblichen Legitimationsdruck geraten, der politische Diskurs im Internet und am Stammtisch zur hasserfüllten Konfrontation mutiert, öffentliche Medien herabgewürdigt werden und rassistische Positionen sogar in den Parlamenten Widerhall finden.

Gesellschaftliche Vielfalt ist Ausdruck und Ziel eines demokratischen Zusammenlebens; ihre Gewährleistung und praktische Umsetzung ist Aufgabe aller Demokrat*innen. Vielfalt ist das Lebenselixier einer freiheitlichen Gesellschaft. Die Begegnung auf gleicher Augenhöhe ist keine Frage der Körpergröße; sie ist eine Frage demokratischer Haltung. Und dabei spielt Bildung eine große Rolle.

„Projekt von Flüchtlingsrat und Rundem Tisch“ weiterlesen