Mehrere Monate zeigte das Schauspielhaus in Kiel Maria Lazars beklemmend aktuelles Stück „Der Blinde Passagier“. Maria Lazar, eine österreichische Jüdin, schrieb das Stück 1938/39 im dänischen Exil. Es ist ein Stück über Flucht, Zivilcourage und moralische Verantwortung und wurde 2025 erstmals aufgeführt. Beklemmend aktuell sind die im Stück aufgeworfenen Probleme. Kurz entschlossen schrieben OMAS GEGEN RECHTS der Arbeitsgruppe „Migration“ einen Flyer, der die Aktualität dieses Stücks verdeutlicht. Achtmal standen OMAS GEGEN RECHTS vor dem Schauspielhaus und stießen dabei auf großes Interesser der Theaterbesucher*innen. Dabei verteilten sie etwa 1200 Flyer.
Die verteilten Flyer stießen auf großes Interesse.
Sie kamen aus Uetersen, sie kamen aus Flensburg,
sie kamen aus Nordfriesland, sie kamen aus Ostholstein – eben von überall her in Schleswig-Holstein! Vierzig OMAS und ein OPA waren da – aus 20 von 25 SH Regionalgruppen.
OMAs und ein OPA aus 20 SH Regionalgruppen
Die Idee zum Treffen kam beim NORD-OMA-Treffen in Heideruh im Herbst 2025 auf: da wir immer mehr werden, wäre es schön, sich in den jeweiligen Bundesländern ebenfalls regional zu vernetzen.
Gesagt, getan – im Februar verschickten wir OMAS aus Kiel ein „Save the date“ für den 13. Juni 2026. Für diesen Tag war es uns gelungen, den Raum der AWO neben der „Räucherei“ in Kiel zu bekommen.
Unser Gruppenraum in der AWO Kiel
Die Tagesordnung fürs allererste Treffen ergab sich quasi von selbst: Kennenlernen und Austausch von Ideen, aber auch die Beantwortung von Fragen sollte im Zentrum des Treffens stehen.
Alle sind engagiert dabeiDörte Schnell, eine der Gründerinnen der Nord-OMAS
Als dann auch noch klar wurde, dass
Dörte Schnell, eine der Nord-OMA-Gründerinnen zur Begrüßung und Begleitung der Veranstaltung dazu kommen würde, war die Freude groß. Sie hat uns allen nochmal die Gründungshintergründe, die OMA-Grundsätze und allgemein Wissenswertes rund um die OMAS berichten und entsprechende Fragen dazu beantworten können.
Viele reisten auch etwas früher an, so dass es doch auch Zeit gab, sich persönlich untereinander kennen zu lernen; zusätzlich zur Vorstellungsrunde und der „Geselligen Mittagspause“.
Als Beispiel für viele andere Bastelideen: „Die Demokratie-Maus“ mit Verweis auf die Seite „Sendung mit der Maus“ – „Demokratie“
Alle OMAS waren aufgefordert, ihre
ideenreichen Basteleien oder Flyer alsMuster mit zum Treffen zu bringen. Es machte viel Spaß zu entdecken, welche vielfältigen – zum Teil witzigen Ideen – es doch gibt, um unser Hauptthema „Einstehen für die Demokratie“ unter die Leute zu bringen. Das Allerschönste daran ist die gegenseitige Großzügigkeit im Umgang mit den eigenen Ideen und Objekten – nach dem Motto: „Das Rad muss ja nicht neu erfunden werden“!
Die verbleibende Zeit am Nachmittag
unterteilte sich in zwei Themenabschnitte
über die Erfahrungen ausgetauscht und zu denen aber auch Fragen gestellt wurden:
1. Vorbereitung der Landtagswahlen in SH im April 2027 und
2. „AFD Verbot Jetzt“ und „Prüf-Demos“.
Wir wollen uns in Zukunft nach dem Vorbild der NORD-OMAS regelmäßig wieder treffen. Das nächste Treffen ist für den November 2026 geplant, rechtzeitig vor der Landtagswahl in Schleswig-Holstein, so dass wir dazu weitere konkrete Ideen entwickeln und uns eventuell sogar zu gemeinsamen Aktionen verabreden können.
Ein ganz wichtiger weiterer Aspekt, sich mit Gleichgesinnten im gegenseitigen Austausch zu stärken und für die kommenden Herausforderungen Energie zu tanken, wurde auf jeden Fall erfüllt!
Nochmal ein herzliches Dankeschön an alle, die gekommen sind.
Auf Einladung der Europäischen Bewegung Schleswig-Holstein nahmen die
drei OMAS GEGEN RECHTS Christiane, Renate und Ursula am 27. Mai teil am
„Generationen-Dialog“. Die Europäische Bewegung SH hatte Schülerinnen
und Schüler der 12. Jahrgangsstufe der Toni-Jensen-Gemeinschaftsschule
und VertreterInnen der älteren Generation – hierfür standen unter
anderem wir OMAS – ins Forum für Baukultur, Kiel, zu Gesprächen über
unser aller Blick auf Europa eingeladen.
Unter der Überschrift „Europa – selbstverständlich?“ ging es konkret um
die vier Themen Sicherheit und Verteidigung, Soziales, Werte und
Demokratie sowie Kultur. Als bereichernd empfanden wir Omas insbesondere
die reflektierten Beiträge der SchülerInnen, für die Europa weit
überwiegend „selbstverständlich“ geworden ist. Besonders positiv wurde
bewertet, dass sich die Europäische Union zu Frieden, Freiheit,
Demokratie und Menschenrechten bekennt.
Die Haltung der Jugendlichen hat uns OMAS GEGEN RECHTS Mut gemacht in
unserem Engagement gegen den zunehmenden Rechtspopulismus nicht nur in
Deutschland. Wir danken der Europäischen Bewegung SH für die Einladung!
Wie können wir Polarisierung begegnen – und Europa stärken? In „Gesellschaft besser machen“ spricht Moderatorin Muschda Sherzada alle zwei Wochen mit Persönlichkeiten aus Politik, Zivilgesellschaft, Medien und Wissenschaft über die drängendsten gesellschaftlichen Fragen unserer Zeit. Verständlich, lösungsorientiert und nah an aktuellen Debatten liefert der Podcast neue Perspektiven, konkrete Ideen und Inspiration für ein starkes Europa und gesellschaftliches Miteinander. Ein Podcast der Körber-Stiftung.
Die Gründerin von Omas gegen Rechts über Haltung, Verantwortung und die Kraft der Zivilgesellschaft
Was kann zivilgesellschaftliches Engagement bewirken – und warum ist Aktivismus keine Frage des Alters? Monika Salzer, Gründerin von „Omas gegen rechts“, spricht über Mut, Generationenverantwortung und den Kampf gegen Rechtsextremismus. Im Gespräch mit Muschda Sherzada erklärt sie, wie aus einer Facebook-Gruppe eine europaweite Bewegung wurde und wie Engagement auch in polarisierten Zeiten Wirkung entfalten kann. Eine Folge über Haltung, Hoffnung und die Kraft der Zivilgesellschaft.
Presseerklärung der Kieler OMAS GEGEN RECHTS zum Angriff auf Jan Schellbach
Weniger als 90 Jahre sind vergangen, seit Menschen hier in Deutschland ausgegrenzt, verfolgt und getötet wurden, weil sie Jüdinnen und Juden waren. Und auch Menschen, die im Verdacht standen, jüdische Mitmenschen zu unterstützen, waren Gewalt und Verfolgung ausgesetzt. Dieses Menschheitsverbrechen bleibt für immer eine Mahnung und gehört für uns OMAS GEGEN RECHTS zum Kern des Antifaschismus.
Dass unsere jüdischen Mitbürger*innen und Menschen, die mit ihnen in Zusammenhang gebracht werden, heute wieder in Angst leben müssen, ist beschämend.
Der Angriff auf Jan Schellbach aus dem Landesvorstand der Deutsch-Israelischen Gesellschaft macht uns traurig und zornig zugleich. Traurig, weil gegen alle Erkenntnis Gewalt wieder als Mittel der politischen Auseinandersetzung angewandt wird. Zornig, weil Gewalt den gesellschaftlichen Diskurs vergiftet – egal unter welchem Vorwand Täter*innen handeln.
Wir lehnen Gewalt grundsätzlich ab; insbesondere unsere jüdischen Mitmenschen und die Personen, welche sich für sie einsetzen, verdienen Schutz und Solidarität der deutschen Zivilgesellschaft.
Unsere Mit-OMA Hanne hat diesen Jahresrückblick für uns verfasst:
Liebe OMAS GEGEN RECHTS und die mitgemeinten OPAS,
das Jahr 2025 ist schon bald wieder zu Ende und wir nehmen uns die Zeit einen Blick zurückzuwerfen.
ALERTA, ALERTA, wir Omas sind härter!
Das wäre ein geeigneter Titel für den kurzen Jahresrückblick,der auch und (wieder einmal) Anlass bietet, allen auf die unterschiedlichste Weise aktiven OMAS GEGEN RECHTS für ihren Einsatz im Kampf gegen Rechtsextremismus und Rechtspopulismus zu sagen: Danke! Ihr seid großartig! 107 OMAS (ein paar OPAS sind auch darunter) teilen unsere Signalgruppe, und 330 sind in unserer emailgruppe. Wir können stolz darauf sein – in unserer Facebook-Gruppe sind 302 Personen, wobei es da natürlich Doppelungen gibt.
Unsere Aktivitäten und Aktionen sind so vielfältig und zahlreich, dass es kaum möglich ist, sie alle an dieser Stelle aufzuzählen. Deshalb habe ich versucht, sie nach Inhalten zu sortieren und hoffe, dass ich nicht allzu viele übersehen habe. Falls das passiert sein sollte, bitte ich die Aktivistinnen um Entschuldigung.
Ein paar „große“ Themen haben uns in diesem Jahr beschäftigt und entlang dieser versuche ich die Vielfalt unserer Aktionen zu bündeln. „Groß“ deshalb, weil sie in der gesellschaftlichen Debatte sehr präsent waren und/oder uns als OMAS GEGEN RECHTS sehr beschäftigt haben.
Bundestagswahl
Das Jahr begann – wir erinnern uns – mit einem Paukenschlag: Die Regierung zurückgetreten, das Parlament aufgelöst und damit begann der Wahlkampf für die Bundestagswahl am 23.Februar.
Schon am 11. Januar fanden sich OMAS GEGEN RECHTS zu einem Workshop zusammen, um unsere Aktionen für den Wahlkampf vorzubereiten:
Infostände in Elmschenhagen, Mettenhof, Dietrichsdorf, am Exer, vorm Kieler Schauspielhaus und der Oper. Erstmals hatten OMAS einen Flashmob einstudiert, es wurde gesungen, Bodenteppiche mit Wünschen entwickelt, Give-aways produziert und verteilt, Bus-Flashmobs durchgeführt, eine Büchse der Pandora gebastelt … die Aufzählung kann nicht abschließend sein.
Die Aktionen fanden ihren Höhepunkt am 8.2. mit der Teilnahme an der bundesweiten OMA-Aktion unter dem Titel „SOS Demokratie“ auf der Kiellinie- unsere erste große eigenständige Aktion im Jahr 2025, die gute Resonanz fand.
Kam gut an: eine Installation der Klima AGEin strahlender Wintertag mit richtig vielen OMAS
Viele OMAS unterstützten in dieser Zeit weitere Aktionen und Demonstrationen gegen die AFD. Trotz allem war das Wahlergebnis ernüchternd: Mit 20,8% der Wähler*innenstimmen wurde die AFD wurde stärkste Oppositionsfraktion im Bundestag Für uns folgt daraus: Nicht aufgeben, Bemühungen verstärken!
AFD-Verbot, Aktionen und Kampagnen gegen die AFD
Es war kein guter Tag, als der sogenannte „Wanderwitz-Antrag“ im Bundestag scheiterte. Der Initiative des Abgeordneten Wanderwitz war es zu verdanken, das über die Fraktionsgrenzen hinweg versucht wurde eine Mehrheit für die Einleitung eines AFD-Verbotsverfahrens zu erreichen. Nach der Regierungsbildung verschwand der Antrag in der Versenkung. Die Kampagne AFD-Verbot jetzt zu unterstützen ist damit notwendiger denn je. Das haben wir getan.
Daran wollen wir stets erinnern.Eindrucksvolle Choreo am 29.11.25
Am 29. November gründete die AFD ihre neue Jugendorganisation in Gießen. Um die Aktionen von Zehntausenden von Menschen zu unterstützen gab es von den Kieler Omas die Solidaritätsaktion „Bunte Welt gegen braunen Nachwuchs“, an der sich viele OMAS beteiligten und die auf große Resonanz stieß.
„Der Mensch ist der Mittelpunkt der Demokratie. … Die AFD tastet die Würde des Menschen an. Deshalb gehört sie verboten“, sagte Michel Friedmann in einer Rede vor dem Lübcke-Denkmal in Berlin. Wir sagen: Die AFD gehört verboten – jetzt.
Auf keinen Fall wollen wir die Wahl des neuen Kieler Oberbürgermeisters vergessen: Die AfD hatte einen Kandidaten aufgestellt, und so mussten auch wir Stellung beziehen, was mit Aktionen und Kundgebungen getan haben.
Die OMAS in Aktion
Nie wieder ist jetzt
In diesem Jahr jährte sich die Befreiung von Auschwitz ebenso wie das Ende des Krieges und damit das Ende des Nationalsozialismus zum 80. Mal. 9000 Menschen, darunter natürlich auch OMAS beteiligten sich am 27.Januar an einer Menschenkette um die Kieler Oper.
Am 8. Mai waren wir am gemeinsamen Gedenken „Nie wieder Faschismus – Nie wieder Krieg“ in Erinnerung an das Arbeitserziehungslager Nordmark beteiligt. Unsere Installation „Demokratie schützen“ wurde im Rahmen der Veranstaltungen gezeigt.
Und natürlich beteiligten wir uns im November an dem Bündnis „Kiel gegen Antisemitismus“. Neben der Mahnwache an Stolpersteinen, einer Führung zu Stolpersteinen in Düsternbrook gab es von den OMAS GEGEN RECHTS im Theater der Komödianten eine Lesung „Weil wir dazu gehören…“aus Kindheits- und Jugenderinnerungen von Juden und Jüdinnen, die in den 1990er Jahren nach Schleswig-Holstein gekommen waren. Eindrucksvoll machte unsere OMA GEGEN RECHTS Isabel zusammen mit dem Musiker Martin Quetsche deren Erinnerungen fühlbar.
Martin Quetsche und Isabel Martinez
Weiterentwicklung unserer Arbeit – Workshops und was daraus folgte
Am 25. März trafen sich über 30 OMAS zum Workshop „Heute und morgen wir behalten die Zuversicht. Was sind und was sollen unsere Arbeitsformate bleiben oder werden? Die Arbeitsgruppen stellten sich vor: AG Migration, AG Feminismus, AG Kommunikation, AG Kreativ, AG Omas und Jugend, AG Klima (ich hoffe ich habe keine vergessen.)
Sicherlich hat der Workshop dazu beigetragen, die Arbeit der Arbeitsgruppen zu intensivieren. Die Arbeitsgruppen organisierten und organisieren Aktionen zu ihren „Themenbereichen“, die allesamt auf unserer homepage in Wort und Bild dokumentiert sind.
Am 27. September Workshop Pass op: de OMAS GEGEN RECHTS sün doar! (Aufgepasst die OMAS GEGEN RECHTS sind da!) Wie gestalten wir unsere Auftritte in den nächsten Monaten?
Mahnwache – immer Dienstags vor dem Neuen Rathaus
Hier ging es darum, wie die Gruppe als politische Kraft, die sich für unsere Demokratie einsetzt, jenseits von Demonstrationen und Bündnissen präsent bleiben kann – auch im Hinblick auf die Landtagswahl 2027. Dass im Landtag Schleswig-Holsteins weiterhin keine Nazis sitzen solle, ist unser erklärtes Ziel, das wir mit wiederkehrenden Mahnwachen und der regelmäßigen Aktion „Auf einen Kaffee mit OMA“ erreichen wollen.
Debattenkultur
Wir erleben wohl alle die herausforderndste Zeit unseres politischen Lebens mit dem Erstarken von Rechtspopulismus und Rechtsextremismus, den dramatischen politischen Veränderungen nicht nur in den USA, sondern auch in Europa und weltweit, dem Krieg in der Ukraine, dem Terroranschlag der Hamas und dem Krieg in Gaza. Daraus entwickelten sich selbstverständlich auch durchaus kontroverse Debatten, für die wir als OMAS GEGEN RECHTS eine Strategie entwickeln mussten. Es tut gut, dass wir am Ende dieses Jahres sagen können: auch diese Herausforderung haben wir gemeistert.
OMAS vor dem „Heimathafen“, der uns mit einer großzügigen Spende bedacht hatte.
Für die Diskussion solcher Fragen wie „Krieg und Frieden“ oder „Gaza“ organisierten OMAS GEGEN RECHTS Themenabende, um unser gemeinsames öffentliches Auftreten dazu zu entwickeln.
Die Themenabende „Die OMAS und ich“ machten uns deutlich, dass eine unsere Stärken in unserer Vielfalt besteht. Sie zeigten auch, welche Fragen wir noch miteinander klären müssen, um diese unsere Stärken in Zukunft noch besser zu nutzen.
Vernetzung
Und das führt zum letzten „großen Thema“, der Vernetzung vieler, unterschiedlicher, im Ziel aber vereinter OMAS GEGEN RECHTS Gruppen. Wir haben uns in konkreten Aktionen landesweit und bundesweit im Rahmen unserer Möglichkeiten vernetzt; bei vielen Aktionen konnten wir durch unsere Präsenz unterstützen – Fridays For Future, der CSD oder die Seebrücke, um nur einige zu nennen, können traditionell auf unsere Unterstützung zählen. OMAS waren bei den beiden Nordtreffen in Heideruh, manche sind am Aufbau neuer Gruppen – gerade im ländlichen Raum – aktiv und beteiligt und das Projekt landesweite Vernetzung zur Vorbereitung der Landtagswahlen ist im Aufbau begriffen.
Auch Nikolaus ist gegen Rechts!
Soziales
Wie immer um die Weihnachtszeit, unterstützen die OMAS GEGEN RECHTS ein Sozialprojekt. In diesem Jahr war es das Kieler Frauenhaus, das sich über eine Spende von 1.000 € und noch ein paar von Marion S. gepackte Wichtelpakete freuen konnte.
Februar
Klima Demo Exer, Omas mit Gesang
Am 29. Februar trafen sich viele OMAS zu einem gemeinsamen Spaziergang mit Kaffeetrinken – Kräftesammeln nach anstrengenden Wochen.
Vor dem Spaziergang am Nordostseekanal
Gedenken an Hanau
März
Frauendemo zum internationalen Frauentag
Aktion im Kulturforum zum Internationalen Frauentag
April
Demos gegen rechte Sternmärsche in FL und Bad Schwartau
ANNA Fotoprojekt
Teilnahme von OMAS am Generationen-Dialog
Teilnahme am Demokratie Werk
Mai
Teilnahme an Workshops: Aufstehen gegen rechte Parolen
Juni
Teilnahme der OMAS GEGEN RECHTS auf der Kieler Woche bei „Nette Kieler“ Stand
Muddi Markt
Projektwoche jüdisches Leben an der Hammer Grundschule mit OMAS gegen Rechts
Besuche der ANNAS
Juli
Teilnahme am CSD
Gemeinsamer Spaziergang und Forstbaumschule
September
Brunnenfest in Gaarden
Klima-Streik
Erste unserer wöchentlichen Mahnwachen
Oktober
Lange Nacht der Demokratie, Schirminstallation
November
Auf einen Kaffee mit OMA – von nun an alle 2 Wochen
Sammeln für die Unterstützung des Frauenhauses
Dezember
Letzter OMA Treff des Jahres mit Keksen und Punsch
Und sonst noch so?
Frauenfrühstück der AG Migration
Aktion der AG zu ausländerfeindlichen Sprüchen, viele, regelmäßige Infostände der Klima-AG
Kino-Besuche in der Trauma mit anschießendem Beisammensitzen
Die AG-Kreativ übt regelmäßig einmal im Monat – vor dem OMA-Treff – Flashmob, Singen ….
Bei der Fülle unserer Aktionen fehlt bestimmt das eine oder andere Highlight –aber 2026 wird neue bringen.
Ein Jahr voll von Aktivitäten geht zu Ende – wir Kieler OMAS GEGEN RECHTS sind eine große, aktive und stabile Gruppe geworden. Gemeinsam werden wir weiter für unsere Demokratie kämpfen – gemeinsam bleiben wir zuversichtlich.
unter diesem Motto werden die Kieler OMAS GEGEN RECHTS am Sonnabend, 29.11.25 zwischen 11:00 und 13:00 Uhr mit einem bunten Programm aus Flashmob, Kinderspielen, „Kaffee mit OMA“ und natürlich Gesprächen gegen die geplante Neugründung einer AfD Jugendorganisation protestieren.
„Vielfalt, Menschenwürde, Gerechtigkeit, Verantwortung , Teilhabe und Solidarität sind die Grundlagen einer demokratischen , lebenswerten Gesellschaft. Deshalb protestieren wir dagegen, junge Menschen mit Hass und Hetze zu verführen“ lautet die Begründung der OMAS GEGEN RECHTS für diese Protestveranstaltung. Die Initiative ist solidarisch mit dem breiten Bündnis aus Kirchen, Gewerkschaften, Parteien und zivilgesellschaftlichen Initiativen im Gießener Bündnis „Widersetzen“. Am 29.11.25 findet in Gießen, dem geplanten Ort der Gründung, ein buntes Fest als Gegenkundgebung statt; bundesweit sind gleichzeitig Protestveranstaltungen an vielen verschiedenen Orten geplant.
In Kiel freuen sich die OMAS GEGEN RECHTS am Dreiecksplatzpark – Holtenauer Straße zwischen Schuhgeschäft und Bäckerei – von 11:00 bis 13:00 Uhr auf neugieriges Publikum und interessante Gespräche.
Natürlich immer, wenn Fridays For Future ruft, aber auch sonst ist die Klima AG der Kieler OMAS GEGEN RECHTS mit Mahnwachen und anderen Aktionen präsent und aktiv. Gern erinnern wir uns an „SOS Demokratie“ im Februar dieses Jahres – ein Event, das maßgeblich von der Klima AG mitgestaltet wurde.
Was treibt sie an? Warum ist ihr Engagement so wichtig? Ein paar OMAS aus der Klima AG haben erzählt:
Christiane:
Mein Motto ist „Aktion gegen Depression“, denn ich möchte aktiv etwas gegen meine Ohnmachtsgefühle tun. Gerade die Themen, Klimaschutz, Umweltschutz, Biodiversität & Nachhaltigkeit sind so wichtig, dass ich mich dafür besonders einsetzen möchte. Der Klimawandel wird verdrängt oder gar verleugnet, und es gilt, sich dagegen aktiv einzubringen, Menschen nicht nur aufmerksam zu machen, sondern sie auch dazu animieren, selbst aktiv zu werden. Für mich, für meine Kinder und Enkelkinder und für die Generationen danach wünsche ich mir eine lebenswerte Zukunft – nicht nur eine bewohnbare Erde, sondern auch eine demokratische Gesellschaft. Deshalb engagiere ich mich gegen rechtsradikale Tendenzen, gegen Ausgrenzung und Hass. Wenn meine Kinder und Enkelkinder eines Tages fragen, was ich getan habe, dann möchte ich ihnen eine Antwort geben können.
Und, was natürlich auch eine Rolle spielt: Es macht mir einfach Freude und Mut mit aktiven, kreativen, politisch denkenden und handelnden Frauen zusammen zu sein.
Environment doodle vector, renewable energy concept Quelle: Freep!c
Frauke:
Was mich umtreibt?
Angst treibt mich um. Werden meine Enkelkinder noch gut auf dieser Erde leben können oder bedroht sein von Klima Katastrophen, Verteilungskämpfen um Lebensraum und Nahrung? Umweltzerstörung, Artensterben, Wetterextreme nehmen zu, bleibt da eine Lebensgrundlage für die kommenden Generationen?
Wut und Fassungslosigkeit treiben mich um. Wie können Politiker und besonders die extrem rechten Politiker den menschengemachten Klimawandel und all seine Folgen, die wissenschaftlichen Erkenntnisse einfach leugnen? Wie können Politiker und führende Wirtschaftslenker kurzfristige Gewinne über die Sicherung langfristiger Lebensgrundlagen stellen?
Quelle: Freep!c
Manchmal beschleicht mich Resignation. Was kann ich bewirken, verändern? Jeder einzelne kann mit seinem Verhalten für das Klima, für die Umwelt, für die Artenvielfalt etwas tun. Das ist wichtig und das ist gut. . Ich bemühe mich nach Kräften darum: Fahrrad und ÖPNV statt Auto, Plastik vermeiden, Kleidung und Geräte reparieren; meinen Enkelinnen von Fast Fashion abraten, viele Plätze in der Natur für die Artenvielfalt pflegen usw…. Aber gleichzeitig ist es wichtig, dass die Politik handelt. Klima- und Umweltschutz nur auf die individuelle Ebene zu setzen, empfinde ich als Ablenkung der Politik und Wirtschaft von den nicht erfolgten , aber dringend notwendigen politischen und gesetzgeberischen Eingriffen um Klima und Umwelt zu retten – für die folgenden Generationen.
Bei den OMAS GEGEN RECHTS finde ich Unterstützung, die Zusammenarbeit gibt mir Mut gegen Resignation und Angst. Wut kann in Handeln umgesetzt werden.
Für meine zwei kleinen Enkelinnen und ihre Freundinnen und Freunde, für die kommenden Generationen will ich aktiv mit den OMAS GEGEN RECHTS kämpfen für ein Leben in einer demokratischen, solidarischen, die Menschenwürde achtenden und sich nicht selbst zerstörenden Welt.
Hannelore:
Schon lange interessiere ich mich für die Themen Klima und Umweltschutz. Manchmal finde ich es entmutigend, und ich bin fassungslos, wenn ich sehewie lange schon Wissenschaftler*innen warnen und wie wenig Gehör sie finden. Wie langsam sich etwas bewegen lässt, obwohl die Erkenntnisse vorliegen und der Klimawandel und der Artenschwund immer mehr Fahrt aufnehmen, wie leichtfertig mit der Zukunft umgegangen wird – für kurzfristige Profite.
Quelle:Freep!c
Und wie immer häufiger aus der rechten Ecke geleugnet wird, dass der Klimawandel überhaupt menschengemacht ist und das wider bessere Erkenntnis.Hoffnung haben mir zuerst die jungen Leute gegeben, die zum Klimastreik aufriefen. Und bei den Klimademos der Fridays for Future in Kiel habe ich dann die OMAS GEGEN RECHTS kennengelernt und bin schließlich bei ihnen gelandet. Bei den OMAS GEGEN RECHTS stärken wir uns gegenseitig. Immer wieder können wir uns gegenseitig aufrichten. Gemeinsam lässt sich so Resignation und Hilflosigkeit in Handeln umwandeln: für einer lebenswerte Zukunft.
Dazu braucht es nicht nur eine möglichst intakte Umwelt, für die sich unsere AG besonders einsetzt, sondern auch ein solidarisches Miteinander, das die Vielfalt und die Rechte aller achtet, in der Rechtsstaatlichkeit und Demokratie herrschen. Damit unsere Enkel*innen diese erleben können, bin ich bei den OMAS GEGEN RECHTS.
Sarah
Ich begreife die Erde als einen großen Organismus, dessen Bestehen darauf beruht, dass die Elemente, die Pflanzen- und Tierarten und auch der Mensch als Ganzes zusammen wirken. Auf die Vielfalt und Raum für Jeden kommt es an, damit dieser Organismus Bestand hat.
Anfänglich aus Unkenntnis haben die Menschen im Laufe der Zeit dieses Gleichgewicht ins Wanken gebracht, indem sie anfingen, die Ressourcen der Erde, die Pflanzen, die Tiere (und auch einander) auszubeuten – aus Habgier und Bequemlichkeit setzen sie das heute noch fort, obwohl die Erkenntnis über die Schädlichkeit dieses Tuns längst vorhanden ist.
So wie der Mensch die einzige Art ist, die dazu in der Lage war, ist er auch die einzige Art, die das Ruder – vielleicht, hoffentlich! – noch herumreißen kann. Quelle: Freep!c
Wir in der Klimagruppe der Omas gegen Rechts bemühen uns, dazu einen Beitrag zu leisten. Dabei arbeiten wir auf zwei Ebenen:
– Mit Briefen, Petitionen, Demonstrationen u.a. fordern wir die politischen Entscheidungsträger auf, mit der ihnen übertragenen Macht zum Wohle der Bevölkerung und unserer Mitwelt zu wirken und z.B. bestehende Gesetze zur Anwendung zu bringen.
Durch juristische Vorgaben gegen den Raubbau an der Natur, gegen die Verwendung von schädlichen Stoffen und durch die Förderung ökologischen Wirtschaftens sowie von Bildungsprojekten zur Ökologie für Menschen jeden Alters könnte – und muss! – der Zerstörung unserer Lebensgrundlagen wirksam begegnet werden.
– Mit unseren Aktionen auf der Straße, auf Märkten und Stadtfesten wollen wir unsere Mitmenschen darauf aufmerksam machen, wie bedrohlich die Lage ist und sie motivieren, selbst aktiv zu werden. Jeder Mensch kann mit seiner Lebensgestaltung dazu beitragen, dass das Gleichgewicht auf der Erde sich neu bildet und auch kommende Generationen noch eine Existenzmöglichkeit haben.
Wohl keinen fühlenden Menschen lässt der stetig eskalierende Krieg im Gazastreifen gleichgültig.
So sind sich auch die Kieler OMAS GEGEN RECHTS einig in ihrem Entsetzen und ihrer Trauer über das unsägliche Leid der Menschen in Gaza und über das der Menschen in Israel, die ihre Liebsten noch immer in den Händen der Hamas wissen.
Für viele der Kieler OMAS war es ein tiefes Bedürfnis, zu dem Krieg in Gaza eine öffentliche Stellungnahme abzugeben.
Wir wollen jedoch nicht verhehlen, dass sich auch etliche andere von uns – aus verschiedenen ebenso guten Gründen – gegen eine öffentliche Stellungnahme ausgesprochen haben.
Auf dem OMA Treff am 18.09.25 wurde über die Veröffentlichung diskutiert; im Ergebnis wurde als Kompromiss vereinbart, den folgenden Text zu veröffentlichen und dabei gleichzeitig auf die vorhandenen Gegenstimmen hinzuweisen:.
Wir verurteilen jede Form des Antisemitismus
Wir verurteilen jede Form des Rassismus
Wir verurteilen den Terror der Hamas, insbesondere den Anschlag am 7.Oktober 2023 auf das Schärfste.
Wir fordern die unverzügliche Freilassung aller noch gefangen gehaltenen Geiseln.
Wir bekennen uns zum Existenzrecht Israels.
Auch die Palästinenser haben das Recht in Frieden und Freiheit in ihrer Heimat zu leben.
Menschenwürde, Gerechtigkeit und Solidarität sind der Kern unseres politischen Handelns. Deshalb können wir zu dem unsäglichen Leid der Menschen in Gaza nicht schweigen. Unter der rechtsextremen Regierung Netanjahus werden in Gaza unfassbare Verbrechen der Menschlichkeit verübt. Zerstörung, Gewalt, Hunger und Vertreibung machen das Leben der Palästinenser zur Hölle auf Erden. Zusammengepfercht auf nur noch 12 Prozent des Gazastreifens gibt es für sie keinen sicheren Ort mehr. Es fehlt an allem: Nahrung, Wasser, medizinische Hilfsmittel, Babynahrung, Hygieneartikel….
Im Angesicht von Kriegsverbrechen, Verstößen gegen das Völkerrecht und die Menschenwürde wollen wir nicht untätig zuschauen. Wie sollten wir sonst glaubwürdig ein „Nie wieder“ vertreten?
Wir schließen uns den Forderungen von über hundert internationalen Hilfsorganisationen,
vieler Regierungen weltweit und hunderttausender demonstrierender Menschen in Israel und überall auf der Welt an:
Sofortige und unbegrenzte Waffenruhe
Sofortige Öffnung aller Grenzübergänge für humanitäre Hilfsgüter
Stopp aller Waffenlieferungen an die israelische Regierung
Stopp des Landraubs und der Gewalt im Westjordanland.
Freundschaft zu Israel bedeutet auch, auf eine friedliche Zukunft aller Menschen im Nahen
Eine gute Kieler Tradition ist das Brunnenfest in Gaarden, einem lebendigen und im besten Sinne multikulturellen Stadtteil. Die Kieler OMAS GEGEN RECHTS waren mit einem Stand und einem fröhlichen Flashmob dabei.
Isabel, eine der Kieler OMAS GEGEN RECHTS, berichtet:
Zehn Uhr morgens, Aufbauzeit, der Vinetaplatz ist abgesperrt: Feuerwehreinsatz. Stellte sich, zum guten Glück als harmlos heraus und wir konnten mit dem Aufbau beginnen.
Sehr gut unterstützt von den Menschen vom Büro Soziale Stadt, die uns Tische und Bänke brachten und uns beim Aufhängen unserer großen „Leinwand“ und des Banners halfen.
Erste Interessierte
Wir OMAS GEGEN RECHTS haben uns an der Mitmachaktion beteiligt. Dafür bekamen alle Kinder, die mitspielen wollten, Stempelkarten für sechs Stempel, die sie an verschiedenen Ständen kriegen konnten, die mit speziellen Ballons markiert waren. Für eine volle Stempelkarte konnten sie sich dann beim Orga-Stand ein Geschenk abholen.
An unserem Stand konnten die Kinder unlinierte Karteikarten zu dem Motto: „Wir alle für Gaarden“ bemalen und auf die Papierfläche kleben.
Und dann ging`s los: Bonbonanhänger in die Körbchen verteilen, Stifte und Karten bereitlegen und schon mal zwei, drei Kärtchen bemalen, damit die Wand nicht so leer aussieht. Bei fröhlicher Beschallung durch den Gospelchor.
Die Körbe leerten sich, die Leinwand füllte sich und schließlich der Höhepunkt:
unser erster öffentlicher Flashmob von Inge souverän angeführt.
Wir werden noch viel besser werden, aber diese kleine Erfahrung zeigt uns, dass das ein sehr gutes Mittel ist.
Danke, liebe Inge, für deinen Einsatz. Und Danke an alle, die die vielen Bonbonanhänger und Tütchen gebastelt und gefüllt haben, an alle die sie restlos verteilten und alle die unermüdlich Kinder animierten. An alle, die extra gekommen sind, um etwas vorbei zu bringen und alle, die die Dinge auch wieder mitgenommen haben.