Ausstellung Femizide

Die OMAS gegen Rechts in Kiel laden ein zur folgenden Ausstellung:

Vom 9. – 14. Februar 2026 im Popup Pavillon der Stadt Kiel,
Am Alten Markt 17, 24103 Kiel. Jeweils von 11 – 18 Uhr.
(Am 9.2. eröffnen wir nach dem Aufbau gegen 15 Uhr.)

In Zeiten, in denen die Gleichwertigkeit der Geschlechter von Rechts verneint wird und Gleichstellungspolitik ersatzlos gestrichen werden soll, wollen wir sichtbar machen, was nicht verschwiegen werden darf: Jedes Jahr werden in Deutschland (und weltweit) Frauen getötet, weil sie Frauen sind. Immer wieder – jede ist eine zu viel! Das muss aufhören.
Wir zeigen in der Ausstellung den aktuellen Stand, wie und womit Sie helfen können, aber auch: wo Sie Hilfe finden.

Zu Gast sind:
Dienstag, den 10.02.: um 17 Uhr, „cara* -SH“, Fachberatungsstelle für Prostituierte in SH, in Trägerschaft des Frauenwerks der Nordkirche.

Mittwoch, den 11.02. um 12.30 Uhr zur informativen Mittagspause: Professorin Christiane Micus-Loos „Femizide: Sich überschneidende Perspektiven auf sexualisierte Gewalt“.

Donnerstag, den 12.02. um 17 Uhr:
Rechtsanwältin Melanie Schmidt-Brodersen zum Thema:
„Familienrecht, Rechtsberatung bei häuslicher Gewalt,
Einschätzung von Kindswohlgefährdung.

Freitag, den 13.02. ist zwischen 15 und 18 Uhr „Die Lerche“, die Frauenhausberatungsstelle vor Ort.

Samstag, den 14.02.
um 14:30 Uhr „Women*Move“ berichtet
um 17 Uhr Lesung zum Thema „Femizide“ mit Isabel Martinez.

 

 

Auf einen „Kaffee mit OMA“

laden wir ein und freuen uns auf den Austausch,
das Gespräch mit Ihnen/Euch:
Immer von 11-13 Uhr am Asmus-Bremer Platz

– am Samstag, den 7. Februar
– am Samstag, den 21. Februar
– am Samstag, den 7. März
– am Samstag, den 21. März
– am Samstag, den 18. April
– am Samstag, den 2. Mai
– am Samstag, den 16. Mai
– am Samstag, den 30. Mai
– am Samstag, den 6. Juni
weitere Termine folgen….

Wiederkehrende Termine in 2026:

Wir halten Mahnwache für die Demokratie:
jeden Dienstag ab 16 Uhr vor dem Neuen Rathaus, Kiel,
Andreas-Gayk-Str./Ecke Fabrikstr.

Die OMAS gegen RECHTS, Kiel treffen sich regelmäßig
jeden dritten Mittwoch im Monat von 18 – ca. 20 Uhr in der Pumpe in Kiel

 

OMAS laufen gegen Rechts

Um 07.23 fuhr unser Zug von Kiel nach Hamburg Hauptbahnhof zum Lauf gegen Rechts, initiiert vom FC St. Pauli.
Wir waren zunächst zu fünft ( Antje, Barbara, Ingid, Martha und Ruth).

Gabi kam mit dem Zug aus Rendsburg und Elke und Familie fuhren mit dem Auto.

Auf dem Gelände Schwanenwik an der Außenalster trafen wir auf viele lauffreudige Menschen in den Logo besetzten T-Shirts. Die selbst ausgedruckten Startnummern wurden mittels Sicherheitsnadeln vorne oder hinten an der Kleidung befestigt. Es regnete zu Beginn leider heftig; dadurch waren wir aber durch unsere Oma-Schirme gut zu erkennen.

Der Start war um 10 Uhr, es wurde in Blöcken von 100 Teilnehmer*innen angepfiffen. Insgesamt waren mehr als 7000 Anmeldungen registriert.
Wir Kieler Omas entschlossen uns fast alle zur Wanderung der 7,4 km langen Strecke um die Außenalster. Nach einer Stunde und 25 Minuten waren die ersten von uns wieder im Ziel.

Es war eine tolle Stimmung, gute Laune trotz Regenwetter und ein Gefühl der Gemeinsamkeit ließ uns zufrieden und beflügelt wieder nach Kiel zurück fahren. Nächstes Jahr sehr gerne wieder.

(Artikel und Fotos von OMA Antje)

80 Jahre Befreiung des AEL Nordmark

Eine der zentralen Veranstaltungen zum 8. Mai war auch in diesem Jahr wieder das Gedenken an der Stätte des ehemaligen Arbeitserziehungslagers Nordmark. Zum 80. Jahrestag der Befreiung hatte am Vortag der Arbeitskreis zur Erforschung des Nationalsozialismus in Schleswig-Holstein e.V. (AKENS) den Gedenkort mit Gedenkstein und Informationstafeln der Stadt Kiel als Schenkung übergeben.

So waren dann auch Stadtpräsidentin Bettina Aust und Oberbürgermeister Ulf Kämpfer zur Gedenkveranstaltung erschienen und bekräftigten das zukünftige Engagement der Stadt für die Gedenkstätte. Ohne Scheu vor der steilen Leiter und durch hilfreiche Hände gestützt reinigten sie das Hinweisschild an der Rendsburger Landstraße von beiden Seiten.

Gleichzeitig war eine große Gruppe – darunter auch viele OMAS – auf Fahrrädern vom Hauptbahnhof gestartet und trafen rechtzeitig an der Rendsburger Landstraße ein, um gemeinsam den Weg zur Gedenkstätte zu gehen

Viele gedenken – einer will gesehen werden.

Den Anfang bei den Redebeiträgen machte Eckhard Colmorgen vom AKENS e.V., der an die Geschichte des Arbeitserziehungslagers Nordmark erinnerte: Es diente der Maßregelung von Zwangsarbeitern – die Spuren von Misshandlung und Hunger sollten andere von jedem Widerstand abschrecken, wenn die Opfer an ihre „Arbeitsplätze“ zurückkehrten. Alle Nationalitäten, die Opfer der deutschen Wehrmacht geworden waren, waren im AEL Nordmark vertreten, wobei bei den Menschen aus den vielen Sowjetrepubliken keine Unterscheidung der jeweiligen Ethnie stattfand.

Eckhard Colmorgen bei seinem Vortrag

Es folgten Beiträge aus den Reihen der VVN und vom Kieler Runden Tisch gegen Rassismus und Faschismus; so trug Dietrich Lohse ein Gedicht von Erich Weinert vor; und Bettina Jürgensen erinnerte an die breite Vielfalt der Menschen, die Opfer des Nationalsozialismus geworden waren.

Das Gedenken wurde dann mit einer beeindruckenden Menschenkette fortgeführt: Viele hielten Schilder, die die Namen, Nationalitäten und Geburtsdaten von Opfern des AEL Nordmark zeigten.

 

 

 

Weitere Gedenkaktion zum 8. Mai

 

Wir OMAS GEGEN RECHTS haben uns außerdem mit unserer Installation „Demokratie: schützen, was uns schützt“ in der Kirche St.Georg der evangelischen Claus-Harms-Kirchengemeinde beteiligt. Dort wurden wir herzlich aufgenommen und unterstützt. Dafür möchten wir uns auf diesem Weg nochmal bedanken!

Vor und nach den Gottesdiensten haben sich die Gemeindemitglieder rege mit unserer Installation befasst. Und auch zu den Öffnungszeiten außerhalb der Gottesdienste waren immer wieder interessierte Menschen da, um sich mit der Installation mit Zitaten rund um die Verletzlichkeit der Demokratie auseinanderzusetzen. Wir haben viele aufmunternde und positive Rückmeldungen bekommen – das stärkt uns im Weitermachen.

OMAS bei der Semesterarbeit

Vor einiger Zeit erhielten wir die Anfrage einer FH-Studentin im
4. Semester der Sozialen Arbeit, ob wir sie bei ihrer Semesterarbeit im Modul Ästhetische Bildung bei einem Fotoprojekt unterstützen könnten. Sie wollte sich mit uns über unsere Motivation bei den OMAS dabei zu sein und über unsere aktuelle Gefühlslage angesichts der politisch angespannten Lage unterhalten. Danach sollten wir diese Emotionen/Stimmungen mit Acrylfarben ins Bild setzen. Das ist dabei herausgekommen:

 

Stolpersteine putzen

Auch in diesem Jahr rief die Initiative  „Stolpersteine im Norden“ dazu auf, die Stolpersteine u.a. in Schleswig-Holstein zu putzen. In diesem Jahr im Zeitraum zwischen dem 08.04. und 08.05.2025, dem Tag an dem vor 80 Jahren der 2. Weltkrieg endete und die Gräueltaten sichtbar wurden.

Wir OMAS GEGEN RECHTS haben u.a. in Gaarden, in der Kieler Innenstadt zusammen mit StudentInnen des AKJ (Arbeitskreis kritischer JuristInnen) und jungen Menschen der Grünen Jugend, in Kronshagen und in Heikendorf – dort sogar im Rahmen einer größeren Initiative mit SchülerInnen – geputzt.

 

 

 

 

 

Dabei haben wir die Geschichten dieser Menschen gelesen, für die ein Stolperstein verlegt wurde. Es sind traurige, entsetzliche Geschichten, teilweise mit Parallelen. Es waren Menschen jüdischen Glaubens, Kommunisten, Menschen mit Behinderung, homosexuelle Menschen, Zeugen Jehovas, die von den Nationalsozialisten verfolgt und ermordet wurden.

Die Geschichten all dieser Menschen wollen wir durch unser Gedenken bewahren. Durch unser tägliches Handeln und Haltung zeigen wollen wir dafür sorgen, dass sich die Geschichte niemals wiederholt: NIE WIEDER IST JETZT!

Beiträge und Fotos von OMA Manuela, Liane u.a.

Friedrichsort bleibt bunt!

Am Samstag, den 15. März 2025 startete bei strahlendem Sonnenschein
die „Demo für Vielfalt“ um 11 Uhr in Friedrichsort.

Anlass waren rassistische und menschenfeindliche Hakenkreuz-Schmierereien in der IGF (Gemeinschaftsschule Friedrichsort) , über die auch die KN berichtet hatte.
Ein extra gegründetes Bündnis aus Ortsbeirat, den örtlichen Schulen, dem Moschee-Verein aus Friedrichsort, der Kompasskirchengemeide,
Anstatt e. V. und dem Runden Tisch gegen Rechte Ecken, hatte eine Route geplant, die deutlich „die Buntheit“ des Stadtteils spiegelte.

Vorbei an der Grundschule, am Mädchen Treff, der Moschee, dem Jugendcafé und der Kirche zog ein bunter, friedlicher Zug von Familien mit sehr vielen Kindern, engagierten Personen anderer Bündnisse und zahlreichen OMAS GEGEN RECHTS. Der Demozug wurde immer wieder durch kurze Redebeiträge unterbrochen.

Besonders schön waren die vielen bunten Plakate, welche die Kinder selber gestaltet hatten. Der Demonstrationszug endete gegen 12 Uhr auf dem Gelände der Lernwerft. Dort hielten die Stellvertretenden der aufrufenden Organisationen und Bündnisse noch einige kurze Redebeiträge, bevor sich die Menschen verteilten, um den restlichen sonnigen Samstag zu genießen.

Insgesamt war dies eine wichtige, aber vor allem auch eine fröhliche Veranstaltung. Sie zeigte die Haltung und das Engagement der Friedrichsorter*innen, die ihren Stadtteil auch künftig bunt erhalten wollen.

Bericht und Fotos unserer OMA Manuela.

 

Liedgrüße von Günther Harms

Liebe Aktive bei den Omas gegen Rechts in Kiel,

aus aktuellem Anlass…

Derzeit wird uns vor Augen geführt, wie autokratisch gelenkte Mächte das Zusammenleben der Menschen gefährden und menschliche Werte außer Acht lassen. Die europäischen NATO-Verbündeten reagieren mit gigantischen Finanzierungsplänen für eine nie dagewesene Aufrüstung. Kooperation statt Konfrontation, Diplomatie statt Denken in militärischen Kategorien  – dies scheint in weite Ferne gerückt.

Wo Unsummen für den Verteidigungsetat angedacht sind, werden Gelder rar sein, um Maßnahmen gegen soziale Benachteiligung, für bezahlbares Wohnen u.ä. umzusetzen  – Unzufriedenheit vieler bietet wiederum guten Nährboden für rechte Brandstifter…

In dieser herausfordernden Lage sind Organisationen/Gruppen/Initiativen wie die Ihrige/eurige so wichtig. Das Eintreten für Ziele wie Toleranz, Vielfalt und die unsere Demokratie begründenden Freiheits- und Menschenrechte, für die Perspektive friedlichen Miteinanders statt Ausgrenzung und Feindbildern, darf nicht nachlassen.

In diesem Sinne sende ich gerne wieder Lieder an Sie/euch, gedacht als mahnende Botschaft und vor allem Ermutigung, weiter entschlossen für diese Ziele aktiv zu sein. Wie es aussieht, wird es hierfür noch einen sehr langen Atem brauchen…

Beste Grüße von Günther Harms

Democracy in DANGER https://youtu.be/Mu6JnmKMDW0

Nie wieder… https://youtu.be/87iWL3pMpV0

Die Ballade vom ICH https://youtu.be/JwV0dkq5ZiM