Rede von OMA Hanne, 02.02.25

Dieser Tabubruch ist unentschuldbar“,

nicht nur für Michel Friedman , der wie viele andere, aktuell aus der CDU ausgetreten ist.

In der Tat. Sie waren kaum , eigentlich gar nicht zu ertragen, die Bilder vom 29. Januar, aus dem Bundestag: Eine triumphierende AfD, ein ungerührt arroganter Möchtegern-Kanzler und tiefe Betroffenheit im hohen Haus und vor den Bildschirmen.

Noch am Morgen des Tages wurde der Opfer des Holocaust gedacht – am Nachmittag des gleichen Tages nahm die CDU billigend in Kauf, dass ihr Antrag eines „5-Punkte-Plans“ zur Migration mit den Stimmen der AFD eine Mehrheit bekam. Ein Antrag, in der Sache fragwürdig, von fragwürdiger Rechtmäßigkeit, offensichtlichen Verstößen gegen EU- und internationales Recht und dem – aus guten Gründen – im Grundgesetz verankerten Recht auf Asyl.

Die CDU würde ihre Seele verkaufen, wenn sie mit dieser Partei zusammenarbeiten würde“, sagte Friedrich Merz am 25.September 2023 über die „Brandmauer“ zur AFD. Noch im November des letzten Jahres forderte er alle Fraktionen auf, keine Anträge zur Abstimmung zu stellen, bei denen es zu Mehrheiten mit der AFD kommen könnte.

Und jetzt, nur wenige Monate später, ja, da wurde die Seele verkauft und wir haben sie, die Bilder einer feixenden AFD im Bundestag.

Jetzt und hier beginnt eine neue Epoche … und das führen wir an … das sind die Kräfte von der AFD“, tönte kraftstrotzend der parlamentarische Geschäftsführer der Bundestags-Fraktion dieser Partei.

Mit der AFD ist eine Partei unterwegs, die die Verfasstheit unserer Demokratie bekämpft, die Menschenrecht für teilbar erklärt, eine Partei die sich gegen unsere Werte stellt. Eine Partei, die von Antidemokraten von Putin über Trump und Elon Musk bis hin zu Orban hofiert wird.

Als OMAS GEGEN RECHTS halten wir dagegen fest: Unsere Werte sind Vielfalt, Menschenwürde, Gerechtigkeit, Verantwortung, Teilhabe und Solidarität.

Es ist an denen, die sich Christdemokraten nennen, zu zeigen, dass auch sie die Werte der Demokratie teilen.

Als OMAS GEGEN RECHTS lassen wir einen Angriff auf diese Werte nicht zu. Wir haben aus der Geschichte gelernt und sagen:

Menschenrechte sind unteilbar!

Wir sind die Brandmauer!

Nie wieder ist jetzt!

Sorgen wir dafür,auf der Straße und an der Wahlurne, dass die Brandmauer hält, und dass Geschichte sich nicht wiederholt!

15.000 gegen Merz

15.000 Menschen auf dem Rathausplatz – eine der größten Demonstrationen, die Kiel jemals erlebt hat!  Ein breites Bündnis hatte aufgerufen:

 

Besonders schön:  Die vielen OMA Schilder, die gestern zu sehen waren. Und dazu die vielen jungen Menschen, die kreativen Demo-Schilder – von „Katzis statt Nazis“ bis hin zu Forderung, Merz ins Sauerland zu remigrieren – eindrucksvoll hat gestern wieder einmal die Zivilgesellschaft gezeigt, dass eine Zusammenarbeit mit der A… na, Ihr wisst, wen ich meine – nicht akzeptiert wird, dass die Würde des Menschen unantastbar bleibt, und dass Menschlichkeit und Solidarität die Grundwerte unserer Gesellschaft bleiben.

Nicht nur der wirklich gewaltige Demonstrationszug bleibt im Gedächtnis auch die wirklich großartigen Reden von „Women in Move“, unserem Oberbürgermeister Ulf Kämpfer die wirklich sehr klaren Worte der Kirchenvertreterin, die unter anderem darauf hinwies, dass auch Deutschland mit Waffenlieferungen und Konsum zu den weltweiten Fluchtursachen beiträgt, und natürlich die Rede unserer Mit-OMA Hanne, deren Text Ihr unter der Rubrik „Nützlich und interessant“ findet.

8. Februar – Bundesweiter OMAS GEGEN RECHTS Aktionstag

 

SOS Demokratie

Unter diesem Motto findet eine Kundgebung der Kieler OMAS GEGEN RECHTS am 8. Februar 2025 an der Kiellinie statt. Diese Kundgebung ist ein Teil der bundesweiten Kampagne, mit der die OMAS GEGEN RECHTS am 8.Februar überall in der Republik laut und sichtbar mit den verschiedensten Veranstaltungen für die Demokratie eintreten.

Neben der Kundgebung haben sich die Kieler OMAS GEGEN RECHTS noch ein ganzes Bündel an Aktionen vorgenommen. Nicht nur in Kiel, überall herrscht Einigkeit: In der Geschichte der Bundesrepublik war die Demokratie noch nie so akut gefährdet wie heute.

Mit der AfD tritt eine Partei zur Bundestagswahl an, die gegen Geflüchtete und Migranten hetzt, die die Rechte von Minderheiten zur Disposition stellt, die die Gleichberechtigung der Geschlechter zurück auf den Stand der 1950er Jahre drehen will;

und die mit ihren populistischen Forderungen zunehmend den Diskurs auch in vorgeblich demokratischen Parteien prägt.

Für keine der Herausforderungen, vor denen wir heute stehen, hat die AfD auch nur den Ansatz einer Lösung – umso dringlicher ist es, nicht nur zu zeigen, wie wichtig eine freie, offene Demokratie für alle Menschen ist. Es gilt auch, hinter die bürgerliche Maske der AfD zu schauen. Was bedeutet es, wenn Arbeitnehmerrechte „entschlackt“ werden sollen? Welche Folgen hat es, wenn nur noch die „traditionelle“ Familie gefördert wird? Und was geschieht, wenn Deutschland die Europäische Union verlässt?

Flashmobs, ein „Demokratieteppich“, Infotische und die Büchse der Alice mit ihrem verstörenden Inhalt – die Chance, die OMAS GEGEN RECHTS in Aktion zu sehen, ist in den nächsten Wochen groß.

Wir freuen uns auf viele Diskussionen, auf neugieriges Publikum und auf unsere Freund*innen aus anderen demokratischen Initiativen.

 

 

 

Was für ein toller Workshop!

Pünktlich um 10:00 ging es los – 25 OMAS und ein OPA hatten sich im Kieler Gewerkschaftshaus in der Legienstraße eingefunden. Der Plan: Im Bundestagswahlkampf lautstark und sichtbar sein, für die Demokratie einstehen, vor den Folgen rechter Politik warnen.

Und wirklich, an Ideen fehlt es nicht: Flashmobs, die Rettung der Demokratie aus Seenot, ein Teppich für die Demokratie, die Büchse der Pandora …. ‚tschuldigung – der Alice.

Bis zum 23. Februar sind diverse Infostände in Kiel geplant, und am bundesweiten Aktionstag der OMAS GEGEN RECHTS – am 8. Februar wollen wir auf der Reventlouwiese mit zahlreichen Aktionen präsent sein.

 

OMA Gruppen aus dem Kieler Umland sind dabei herzlich willkommen, und auch über den Besuch befreundeter Gruppen freuen wir uns!

 

Highlight der jeweiligen Aktionstage wird in jedem Fall der OMA Flashmob sein, der am Samstag schon fleißig geübt wurde – auch der Gesang der OMAS im Foyer des Hauses klang kräftig in den 2. Stock hinauf.

Unser Fazit: anstrengend, aber tolle Ergebnisse! Wir freuen uns auf den Februar!

Am Mittwoch, 15. Januar ist wieder OMA Treff in der Pumpe – mit Sicherheit werden sich dort für unsere Vorhaben weitere Mitstreiterinnen finden.

 

AfD Verbot jetzt!

Trotz eher bescheidener Wetterverhältnisse am Sonntagnachmittag hatten sich um die 100 Leute eingefunden, um für ein Verbot der A*D zu demonstrieren.

Hier ein kurzer Bericht unserer OMA Ute P.:

Mieses Wetter und entsprechend wenig Flanierende an der Kiellinie. Die Teilnehmer*innen der Aktion waren zahlreich und die queere Trommeltruppe zog doch so einige Passanten an. Wir haben zahlreiche Postkarten verteilt, die teils sogar gleich absendebereit ausgefüllt wurden. Auch gab es Interessierte für die OMAS. Unsere Mit-OMA Manuela hielt eine sehr gute Rede. Und zum Schluss ging mit uns und der Trommelmusik gut die Post ab.

 

In ihrer Rede hat OMA Manuela eine Mail zitiert, die sie an Marco Wanderwitz geschickt hatte, den CDU-Politiker, der die Initiative zum AfD-Verbotsantrag ergriffen hatte:

Sehr geehrter Herr Wanderwitz,
für mich sind Sie ein mutiger Politiker, da Sie es gewagt haben, mit weiteren 113 Abgeordneten einen Antrag an den Bundestag einzureichen, der dazu führen soll, dass die AfD geprüft wird, wie verfassungsfeindlich sie tatsächlich ist.

Ich bin seit 2 Jahren aktiv bei den OMAS GEGEN RECHTS.
Schon 2022 haben wir oft das Thema bearbeitet, in welcher Form wir BürgerInnen über die AfD informieren können, um deren Handeln und Ansinnen zu erklären.

Dann kam „Potsdam“. Ein Sturm wehte durch Deutschland. Die „Correctiv-Recherche“ weckte die Menschen auf, Massen von DemonstrantInnen gingen Anfang 2024 auf die Straßen. Die Menschen waren entsetzt, wollten daran erinnern, wie wichtig die Erhaltung unserer Demokratie ist, und standen auf.

Doch innerhalb weniger Wochen verebbten die Massenhaften Demonstrationen, es wurde wieder ruhig; jedoch die AfD arbeitete weiter an ihren Plänen, bereitete sich auf die Landtagswahlen in 3 ostdeutschen Bundesländern vor, vernetzte sich immer besser. Sie setzte ihre „Propaganda“ unbehelligt fort, spaltete weiter die Gesellschaft, schürte Ängste und verbreitete Hass.
Das Ergebnis waren Wahlerfolge von teilweise 30% in Thüringen, Brandenburg und Sachsen-Anhalt. Ein Raunen zog durchs Land- mehr nicht!
Selbst das undemokratische Verhalten der AfD bei der konstituierenden Sitzung im Erfurter Landtag wurde schnell wieder vergessen.

Dann kam am 6.11.2024 das Ende der Ampelkoalition. Ampelparteien und Opposition ergingen sich in gegenseitigen Schuldzuweisungen, währenddessen rieben sich die Abgeordneten der AfD die Hände, denn frühere Bundestagswahlen kommen dieser Partei entgegen.

Nicht nur, weil deren politische (praktische) Handlungsunfähigkeit in den Bundesländern, in denen die AfD viele Wählerstimmen gewonnen hat, noch nicht ersichtlich ist.
Sondern weil die AfD den Schwung aus den genannten Bundesländern nutzen möchte, um auch auf Bundesebene viele Wählerstimmen zu gewinnen.

Diese Partei brüstet sich damit, Lösungen für viele der tatsächlichen Probleme zu haben.
Doch das einzige Thema, mit dem AfD die demokratischen Parteien seit geraumer Zeit vor sich her treibt, ist das Thema „Migration/Remigration“.

Die „Schuldigen“ wurden gefunden- damals waren es „die Juden“, diesmal sind es „die Ausländer“. Es scheint so einfach, wenn jemand gefunden wurde, dem alle Schuld aufgebürdet werden kann.

Doch es gibt Menschen, die diese Art der Einflussnahme erkennen, Parallelen zur Zeit des Nationalsozialismus ziehen. Sei es in der entmenschlichenden Sprache, Äußerungen von Parteimitgliedern, oder dem Verhalten der Afd Abgeordneten in Sitzungen des Bundestages.

Nun geht es um die Abstimmung für den Antrag.
Wir von der Kampagne AFD-VERBOT.JETZT haben mit vielen Menschen gesprochen, viele öffentlichkeitswirksame Aktionen durchgeführt und informiert.

Wir hatten die Hoffnung, dass der Antrag in der letzten Sitzungswoche des Bundestages (ab dem 16.12.) noch auf die Tagesordnung kommt.
Doch nun sieht es so aus, als werde dieser Antrag erst 2025 auf die Tagesordnung gesetzt.
[…….]


Ich hoffe, dass meine Mail auch für Sie eine Bestärkung dafür ist, wie richtig und wichtig es war, dass Sie diesen Antrag auf den Weg gebracht haben.

Es tut mir sehr leid zu lesen und zu hören, dass Sie und Ihre Familie von Gegnern dieses Antrages bedroht werden. Das darf nicht sein.
Aber wenn der Antrag an das Bundesverfassungsgericht geht, dann werden Sie in die Geschichtsbücher eingehen.

Mit herzlichen Grüßen


Große Freude heute bei der Karl-Heinz-Howe-Simon-Fiedler-Stiftung in Kiel:

Die Kieler OMAS GEGEN RECHTS hatten in diesem Jahr eifrig Wichtelpakete gepackt und gegen Spenden abgegeben – für so manche Kielerin und manchen Kieler mag der Inhalt eine freudige Überraschung gewesen sein. Eine große Freude war das Wichteln aber ganz bestimmt für den Verein Groschendreher e.V., der sich gegen Altersarmut engagiert.

Stolze 1.400 Euro konnten die Kieler OMAS GEGEN RECHTS Marion, Christa und Jutta heute an den Vorsitzenden Benjamin Walczak, seine Stellvertreterin Gesa Rogowski und die Koordinatorin Saskia Landsiedel überreichen. Immer mal wieder, so sagte Benjamin Walczak, gebe es Spenden von Privatleuten oder von Firmen; der durchschnittliche Betrag liege aber bei 400 bis 600 Euro. Umso größer war die Begeisterung, zumal bei der ganzen Aktion auch noch ein paar Wichtelpakete übrig geblieben waren, die nun auf der Weihnachtsfeier der Groschendreher ein neues Zuhause finden werden.

von links OMAS Marion und Christa, Benjamin Walczak, Saskia Landsiedel, Gesa Rogowski

Der Verein finanziert sich ausschließlich über Spenden; Mitgliedsbeiträge werden nicht erhoben.

Wer sich über die Arbeit der Stiftung und den Verein Groschendreher informieren möchte, wird hier fündig:

https://www.howe-fiedler-stiftung.org/

https://groschendreher.de/

Die Kieler OMAS GEGEN RECHTS bedanken sich herzlich bei allen, die diesen Erfolg möglich gemacht haben: Natürlich bei den vielen Wichtelhelferinnen für die liebevoll verpackten Überraschungen. Ein ganz besonders großes Dankeschön geht an all die netten Leute, die so ein Paketchen erworben und großzügig dafür gespendet haben, ohne zu wissen was sie erwartet. Dankeschön auch an die Bäckerei Glüsing für die freundliche Standbetreuung und an den CSD e.V., auf dessen Flohmarkt die OMAS nicht nur die Wichtelpakete, sondern auch allerhand Nippes an die Besucher*innen bringen konnte.

Allen ein frohes und friedliches Weihnachtsfest 2024 und ein neues Jahr in Frieden und Demokratie – die Kieler OMAS GEGEN RECHTS

Wichteln für die Groschendreher

607 Euro – über diesen schönen Betrag freuen sich nicht nur die OMAS GEGEN RECHTS, sondern auch der Verein Groschendreher e.V.

Viele OMAS GEGEN RECHTS in Kiel und Umgebung hatten liebevoll Wichtelpakete gepackt. Trotz ungemütlichen Wetters hatten die OMAS Marion, Susanne, Renate, Christa und noch ein paar andere vor dem Laden der Bäckerei Glüsing in Schönberg ihren Stand aufgebaut.

Schnell fanden die meisten der bunten Paketchen ein neues Zuhause, der Spendentopf füllte sich schnell, und die OMAS durften sich wieder einmal über viel Zuspruch und Ermutigung freuen.

Der Stand wird aufgebaut.

 

 

..und schon kann’s losgehen

Die OMAS sagen „danke“ – für die vielen liebevoll verpackten Geschenke, an die Bäckerei Glüsing für die freundliche Aufnahme am Laden und die nette Versorgung mit Kaffee und Toilette und vor allem natürlich an die vielen Spenderinnen und Spender, die sich hoffentlich über den Inhalt ihres Päckchens freuen.

neue OMAS als Verstärkung

Ein paar Päckchen sind noch über – wer also noch ein Wichtelpaket haben möchte, oder eine Kleinigkeit zum Nikolaus oder zu Weihnachten sucht:: Am 30.11.24 ab 10:00 veranstaltet der CSD Kiel e.V. in der Pumpe einen „queeren Flohmarkt“ – auch die OMAS werden wieder dabei sein – mit Wichtelpaketen und Flohmarktartikeln.

 

 

Lesen macht stark!

Unsere Demokratie ist bedroht – das Getöse von rechts außen wird lauter und droht, die Stimmen der Toleranz, des Respekts und der Menschlichkeit zu übertönen.  Das Schlimme ist, dass sich auch Parteien, die sich eigentlich christlich nennen oder demokratisch, in die Kakophonie aus  Hass Vorurteilen einstimmen.

Überall tun sich Menschen zusammen, um gegen den Rechtsruck der Politik laut zu werden. Wir haben hier ein paar Titel zusammengestellt, die Tipps zum Handeln geben, Argumente für Debatten und wichtiges Wissen.

Übrigens: Die kleinen, inhabergeführten Buchhandlungen in dieser Stadt freuen sich, wenn Ihr Literatur, die Euch interessiert, dort kauft oder bestellt – in den allermeisten Fällen ist das gewünschte Buch am nächsten Tag im Laden. Einfach mal ausprobieren:

Bollwein, Thomas Rechtsextremismus Was ist das und was können wir dagegen tun?

978-3-96488-217-2
Die Zivilgesellschaft wehrt sich gegen Rechtsextreme
Die Entstehung von rechten Einstellungen und Verschwörungsideologien
Handlungsfelder und Strategien der extremen Rechten, Vorurteile als Nährboden
Wie kann man Rechtsextreme erkennen?
Argumente gegen rechtsextreme Äußerungen vor Ort
Betriebliche Gegenstrategien und Strategien im Netz
Rechtsextremismus und Einwanderungsgesellschaft
Recherche- und Aufklärungsarbeit
Was die Politik von der Zivilgesellschaft lernen muss

 

100 Karten über Rechtsextremismus KATAPULT (Redaktion) / Correctiv (Redaktion)

Das Ziel des Rechtsextremismus ist es, mit einer menschenverachtenden Ideologie bis in die Mitte der Gesellschaft zu dringen. Dieser Kampf um die Mitte war nach 1945 für Rechtsextreme aussichtslos. Die DVU ist damit gescheitert. Auch die NPD blieb eine Partei ohne Kontakt zur Mitte. Heute aber sieht die Sache anders aus. PEGIDA und AfD haben geschafft,
wovon DVU und NPD nur träumten. Sie dienen als Brücke zwischen dem Extremen und der Masse. Das Phänomen beschränkt sich nicht nur auf Deutschland. Auch anderen Ländern geht es ähnlich. Diese 100 Karten dienen der Aufklärung – dem Verstehen, was Rechtsextremismus im Kern ausmacht

Daniel Mullis Der Aufstieg der Rechten in Krisenzeiten. Die Regression der Mitte

Warum sind rechte und rechtsextreme Bewegungen in Krisenzeiten so erfolgreich? Mit welchen Strategien überzeugen sie die Mehrheit davon, dass die Verteidigung der eigenen Privilegien wichtiger ist als Solidarität oder Verzicht? Der Sozialwissenschaftler Daniel Mullis untersucht, für welche Botschaften die gesellschaftliche Mitte empfänglich ist. In zahlreichen Gesprächen arbeitet er die bundesdeutsche Befindlichkeit unserer Gegenwart heraus. Und er fragt danach, wie progressive Politik in unsicheren Zeiten gelingen kann.

»Dieses Buch ist Ergebnis meiner Bemühungen zu verstehen, was in der Mitte der Gesellschaft passiert ist, dass die Rechte derart erstarken konnte … Wir gingen den sozialen Dynamiken, Konflikten und Glückserwartungen nach, in deren Gefüge sich der Aufstieg der Rechten vollzog und weiter vollzieht. Dabei fokussierten wir bewusst auf die sogenannte Mitte und befragten Menschen aller politischen Couleurs. Was zutage trat und was ich hier als Regression der Mitte beschreiben werde, beunruhigt mich zutiefst, zumal klar wurde, wie stark das rechte Rauschen die Gesellschaft mittlerweile durchzieht.«

Hendrik Cremer Je länger wir schweigen, desto mehr Mut werden wir brauchen

Hendrik Cremer arbeitet beim Deutschen Institut für Menschenrechte. Zu seinen langjährigen Arbeitsschwerpunkten gehören Rassismus und Rechtsextremismus. Er studierte Jura und war anwaltlich in den Bereichen Aufenthalts- und Sozialrecht tätig. Er ist Autor zahlreicher wissenschaftlicher Publikationen und war wiederholt im Bundestag und in Landtagen als Sachverständiger geladen. Er lebt in Berlin.

Arne Semsrott Machtübernahme Was passiert, wenn Rechtsextremisten regieren |

Eine Anleitung zum Widerstand 

Arne Semsrott, geboren 1988 in Hamburg, ist Politikwissenschaftler und Aktivist. Er leitet das Recherche- und Transparenzportal FragDenStaat, mit dem er u. a. für die Veröffentlichung der „NSU-Akten“ sorgte. Zudem war er Mitinitiator von Hochschulwatch und OpenSCHUFA und gründete den Freiheitsfonds. Semsrott schreibt u. a. für den fluter, netzpolitik.org und Le Monde diplomatique und ist zweifacher Träger des Otto Brenner Preises für kritischen Journalismus. 

Tymothy Snyder Über Tyrannei 20 Lektionen zum Widerstand

Wir sind nicht klüger als die Menschen, die erlebt haben, wie überall in Europa die Demokratie unterging und Faschismus, Nationalsozialismus und Kommunismus kamen. Aber einen Vorteil haben wir. Wir können aus ihren Erfahrungen lernen.

Leiste keinen vorauseilenden Gehorsam.“ So lautet die erste von 20 Lektionen für den Widerstand, mit denen Timothy Snyder die Bürger der Vereinigten Staaten von Amerika vorbereitet auf das, was gestern noch unvorstellbar zu sein schien: einen Präsidenten, der das Gesicht der Demokratie verstümmelt und eine rechtsradikale Tyrannei errichtet.

Doch nicht nur in den USA sind Populismus und autoritäres Führertum auf dem Vormarsch. Auch in Europa rückt die Gefahr von rechts immer näher – als ob es das 20. Jahrhundert und seine blutigen Lehren niemals gegeben hätte. Snyders historische Lektionen, die international Aufsehen erregt haben, sind ein Leitfaden für alle, die jetzt handeln wollen – und nicht erst, wenn es zu spät ist. Lektion 8: „Setze ein Zeichen.“ Dieses Buch tut es. Tun Sie es auch.

 

 

 

 

 

Wo finde ich, was ich als OMA brauche?

Unsere Mitstreiterinnen, die die phantastische Seite OMAS GEGEN RECHTS Nord betreuen, haben bereits eine ansehnliche Sammlung von Liedern zusammengestellt. Texte (und Noten) findet Ihr hier:

OMAS GEGEN RECHTS – Lieder

Druckvorlagen für Flyer, Buttons, Keksstempel und alles, was sonst noch so gebraucht wird – die geniale Nord Website macht die Suche leicht:

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