Was schützt vor dem Verfassungsschutz?

Wie konnte die Neonazibande um Beate Zschäpe jahrelang morden, ohne dass der Inlands-Geheimdienst ihnen auf die Spur kam? Dieser Frage widmete sich am vergangenen Freitag das ZDF Magazin Royal. Für alle, die die Sendung verpasst haben: Jan Böhmermann hat mal wieder einen seiner journalistischen Coups gelandet und den Bericht des hessischen Verfassungsschutzes zum Thema NSU (Nationalsozialistischer Untergrund) veröffentlicht, obwohl dieser noch 30 Jahre lang geheimgehalten werden sollte. Die Show und den Link zu den NSU-Akten findet Ihr auf unserer Homepage:

Die Show sehr Ihr hier: https://www.zdf.de/nachrichten/politik/nsu-bericht-verfassungsschutz-hessen-boehmermann-100.html

Den Bericht des hessischen Verfassungsschutzes findet Ihr unter verfassungsschutzschutz.de hier:

https://nsuakten.gratis/

Gaarden – ein Spaziergang durch die Geschichte

Stadtgang durch Gaarden am 19. Oktober mit Eckhard Colmorgen

(Bericht: Gisela)

Eigentlich war dieser Termin eine Notlösung. Der übliche OMA-Treffpunkt im Garbesaal des Kieler Gewerkschaftshauses war nämlich belegt, und so hatte Anning die großartige Idee statt des Treffens im Saal einen Rundgang mit Eckhard Colmorgen zu veranstalten. Eckhard Colmorgen ist Autor (Asche-Prozess) und profunder Kenner der Kieler Geschichte.

So trafen sich um 16 Uhr bei strahlendem Sonnenschein ca. 15 Omas und Opas am Vinetaplatz mit Eckhard. Zunächst einmal erzählte er uns über die Geschichte von Gaarden, die eng mit der Entstehung der Werften Ende des 19.Jahrhunderts verbunden ist.

Bilder des damaligen Vinetaplatz gaben uns einen Eindruck des alten Gaarden, und der augenfälligen Veränderungen.

Natürlich fehlten auch nicht aktuelle Daten zum Wahlverhalten, der Sozialstruktur, der Herkunft der Bewohner in Gaarden.

 

Danach begann unser Rundgang mit dem Besuch der  Mevlana Moschee, anschließend durch die Straßen Gaardens, wobei uns Eckhard auf einzelne Gebäude und deren Geschichte aufmerksam machte.

Ein Beispiel war die Entwicklung vom einstigen Volksbad zu Beginn des letzten Jahrhunderts bis hin zur heutigen Nutzung als Synagoge für eine orthodoxe jüdische Gemeinde am Bahide Arslan Platz. Der Platz erinnert seit 1999 an die Opfer des Möllner Brandanschlages vom 23. Nov.1992. Bei dem Anschlag auf das Haus in der Mühlengasse 9 starben Bahide Arslan, ihre zehnjährige Enkelin Yeliz und ihre 14jährige Nichte Ayse in den Flammen.

Der Gustav-Schatz-Hof wurde Mitte der 90er Jahre auf dem Gelände der ehemaligen Pickert-Kasernen errichtet. Heute ist er ein autofreies Quartier mit rund 480 Wohnungen, einer Seniorenwohnanlage und einem generationsübergreifenden Treffpunkt und durfte natürlich auf unserem Rundgang nicht fehlen.

Wir bedankten uns nach dem fast 2-stündigen Rundgang sehr herzlich bei Eckhard  Colmorgen für die informativen und interessanten Einblicke, die er uns über seinen Stadtteil gegeben hat.

Als kleines „Dankeschön“ für diese interessante Führung sammelten wir Geld und konnten ihm für den Verein AKENS  (Arbeitskreis  zur Erforschung des Nationalsozialismus in Schleswig Holstein) eine Spende überreichen. Der AKENS ist ein ehrenamtlich arbeitender Geschichtsverein aus HistorikerInnen, LaienforscherInnen und zeitgeschichtlich interessierten Personen, der seit 1983 besteht.

Ein Blick auf die Homepage des Vereins ist für OMAS, die sich für die regionale Geschichte der NS-Zeit interessieren, lohnenswert:  https://www.akens.org/akenss.html

 

 

OMAS aus dem Norden in Heideruh

Heideruh (https://www.heideruh.de/) wurde 1926 von Hamburger Antifaschistinnen und Antifaschisten gegründet. Nach 1945 wurde Heideruh als Wohn- und Erholungsstätte für Widerstandskämpferinnen und Widerstandskämpfer und Kinder, die die Grauen der Konzentrationslager überlebt haben, in Selbstorganisation wiedergegründet. Sie suchten in Heideruh Erholung und schöpften Kraft für ihre Arbeit für eine gerechtere Gesellschaft. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Unendlich viel Arbeit wurde in den Jahren nach 1945 geleistet, um Heideruh zu dem zu gestalten wie es heute ist.

Auch heute noch dient Heideruh vor allem der Erholung der Opfer des Faschismus, ihren Angehörigen und Hinterbliebenen. Diese kommen auch heute noch, zudem Menschen aus antifaschistischen Verbänden und Organisationen aus Ost und West und aus dem Ausland zu uns. Das „Wohn- und Ferienheim Heideruh e. V.“ ist als gemeinnütziger Verein anerkannt und Mitglied im Paritätischen Wohlfahrtsverband.

Heideruh, das als explizit antifaschistische Begegnungsstätte einmalig ist, finanziert sich vorwiegend aus Spenden und wird von viel ehrenamtlichem Engagement getragen. Die Corona-Zeit hat die ohnehin geringen Einnahmen noch weiter schrumpfen lassen.

Deshalb haben die OMAS GEGEN RECHTS Deutschland-Bündnis beschlossen, ihre Hälfte des Preisgeldes aus dem Paul-Spiegel-Preis an die Begegnungsstätte zu spenden.

Am vergangenen Wochenende war dazu Gelegenheit: OMAS aus 19 Regionalgruppen Norddeutschlands hatten sich in Heideruh versammelt, um über die Arbeit ihrer Regionalgruppen zu berichten, Erfahrungen auszutauschen, Perspektiven für die weitere Arbeit zu entwickeln und natürlich auch, um miteinander Spaß zu haben.

Am Samstagnachmittag hat dann Gerda ganz feierlich das Preisgeld überreicht, sehr zur Freude von Bea Trampenau die das Begegnungszentrum leitet und zusammen mit einem Team von Ehrenamtlichen für unser Wohl gesorgt hat.

Solidarischer Herbst in Kiel

Rund 600 Menschen haben sich am Sonnabend, 22.20.22 am Kieler Europaplatz versammelt, um für eine sozial gerechte Verteilung der Belastungen aus der Energiekrise zu demonstrieren. Omas gegen Rechts Kiel

 

Darunter auch etliche von uns OMAS GEGEN RECHTS, die sich für soziale Gerechtigkeit und gegen die Hetze und Demokratieverachtung von AfD und anderen rechten Kräften einsetzen.

 

Schönes Herbstwetter und viele engagierte Menschen – eine gute Gelegenheit, den frisch gedruckten Flyer unter die Leute zu bringen.

Einladung zur Demonstration

Am 22.10.22 werden bundesweit Demonstrationen und Kundgebungen stattfinden – Inflation und explodierende Energiepreise machen zu vielen von uns das Leben schwer und teuer. Eine gerechte(re) Verteilung der Kosten ist dringend nötig. Auch wenn wir nicht jede der formulierten Forderungen zu 100 Prozent unterschreiben können: Wir wollen die Straßen nicht den Rechten und anderen Demokratieverächter*innen überlassen. Deshalb schließen wir Kieler OMAS uns dem Aufruf an, der u.a. von der DDIF, Attac und Jugendorganisationen von DGB und GEW kommt. Wir wollen mitdemonstrieren und freuen uns, viele von Euch auf der Demo zu sehen. Wir freuen uns auf einen großen, gut sichtbaren „OMA-Block“!

https://www.antifa-kiel.org/…/buendnisdemo-preise…/

 

Neuer Flyer

Endlich fertig: Unser neuer Flyer -. Wir hoffen sehr, ihn am Sonnabend auf der Demo verteilen zu könnnen. Und natürlich suchen wir auch Freiwillige, die den Flyer in ihrem Kiez in die Briefkästen verteilen.

 

Im Original wird der Button übrigens zu sehen sein. Hier müsst Ihr ihn Euch dazu denken 😉

 

Jung und Alt gemeinsam gegen Rechts

Der Jugendtreff Elmschenhagen hatte für den Sonnabend, 24. September eingeladen. In der letzten Zeit hatte es vermehrt rechte Schmierereien und Nazi-Aufkleber am Jugendtreff gegeben; so wollten die Jugendlichen publikumswirksam gegen Rechts Stellung beziehen. Vera und Ute, die für die Kieler OMAS GEGEN RECHTS der Einladung gefolgt waren, wurden begeistert begrüßt. Viele interessante Gespräche, tolle Musik und allerhand Leckereien – Vera und Ute waren ebenso begeistert. Beim nächsten Mal, sagt Ute, sind die OMAS bestimmt wieder dabei.

OMAS GEGEN RECHTS Treff mit Gästen

Am Mittwoch, 21. September war endlich wieder OMAS-GEGEN-RECHTS Treff im Gustav-Garbe-Saal des Gewerkschaftshauses in der Kieler Legienstraße.
Anning hat dieses Mal uns ganz besondere Gäste eingeladen:
Savaç und Husein von der DDIF (Föderation Demokratischer Arbeitervereine) waren bei uns zu Gast und erzählten über ihre Arbeit. In der DDIF haben sich kurdische und türkische Arbeitervereine als Migrantenselbstorganisation zusammengeschlossen; gegründet wurde die Föderation 1980 in Berlin. Inzwischen gibt es mehr als 35 Mitgliedsvereine.
Zunächst hatte es sich die Organisation zur Aufgabe gemacht, Gastarbeiter zu beraten und sie bei der Integration, auch in die Gewerkschaftsarbeit zu beraten. Im Laufe der Zeit konnte sie in den Gewerkschaften migrantische Gremien durchsetzen. Die DDIF versteht sich als demokratische, überparteiliche, unabhängige, aber nicht unpolitische Organisation. Einer der Grundsätze der DIDF ist es, keine Unterschiede bezüglich der Nationalität, Sprache, Geschlecht oder Religion zu machen, um ein Forum für Völkerverständigung und internationale Solidarität zu sein.
Wenn Ihr noch mehr über die DDIF wissen wollt: www. DIDF – Föderation Demokratischer Arbeitervereine e.V.
Husein und Savaç berichteten auch über die Gefahren, denen sie bei Reisen in die Türkei oder bei der Konfrontation mit türkischen Faschisten ausgesetzt sind und beantworteten bereitwillig und ausführlich alle unsere Fragen. Immer wieder betonten die beiden, wie sehr es sie freut, bei den OMAS GEGEN RECHTS eingeladen zu sein. Zum Abschluss des Gespräches mit den beiden gab es noch einen besonderen Leckerbissen:
Savaç nahm seine Saz (ein der Laute ähnliches Instrument) zur Hand und trug mit seiner wunderschönen Stimme ein kurdisches Liebeslied und, im Duett mit Husein, ein türkisches Arbeiterlied vor.

Aufruf zur Demonstration

Hier ein Aufruf zur Demonstration am Samstag, 17.09.22 um 12:05 Uhr am Kieler Asmus-Bremer-Platz. Den Aufruf hat unser Freund Lorenz Gösta Beutin, ehemaliger Bundestagsabgeordneter der Partei Die Linke, an uns geschickt:

Genug ist genug!

Die Mehrheit entlasten. Profiteure zur Kasse.
Kundgebung Samstag, 17.9., fünf nach zwölf.
Asmus-Bremer-Platz, Kiel
Bereits in der Corona-Krise haben sich Reiche und Konzerne die Taschen voll gemacht. Im Zuge des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine hat sich diese Tendenz beschleunigt: Einige Wenige machen riesige Profite, während immer mehr Menschen in die Armut abrutschen, kaum noch Strom, Gas, Nahrung oder Miete bezahlen können. Wir wollen das nicht länger hinnehmen. Es reicht! Wir protestieren für eine Politik, die die Mehrheit entlastet und die Profiteure von Krieg und Krise belastet.
Wir fordern:
– Weg mit der Gasumlage.
– Einführung einer Übergewinnsteuer, um die Extra-Profite abzuschöpfen.
– Einführung einer Vermögenssteuer, um diejenigen in die Verantwortung zu nehmen, die es sich leisten können.
– Ein Preisdeckel für Strom und Gas, wie es ihn bereits in vielen europäischen Staaten gibt: ein günstiges Grundkontingent, alles was drüber ist, wird teurer.
– Hartz IV, Grundsicherung und Mindestlöhne erhöhen. Haushalte mit wenig Geld entlasten. Energiegeld auch für Studierende und Rentner*innen.
– Wohnen ist Menschenrecht und muss bezahlbar bleiben. Niemand darf durch steigende Mieten, Nahrungs- oder Energiekosten die Wohnung verlieren.
– 9-Euro-Ticket verlängern, Bus & Bahn ausbauen, fossile Subventionen abbauen.
– Turbo bei Energie-, Wärme- und Verkehrswende: 100-Milliarden-Sofotprogramm für gerechten Klimaschutz.
Es rufen auf:
#IchBinArmutsbetroffen Schleswig-Holstein, TKKG – Turboklimakampfgruppe…
Hinweis: Wir lassen uns nicht spalten. Wir stehen ein für eine solidarische Gesellschaft. Jede Form von Rassismus, Faschismus, Antisemitismus, Menschenfeindlichkeit lehnen wir ab und machen von unserem Recht als Veranstalter Gebrauch.

Vom 19. bis 25. September sind Afrikatage in Kiel!

Das diesjährige Bildungsfestival der Afrikatage findet unter dem Thema „Ubuntu – gemeinsam, global und gerecht in Kiel“ statt. Mit Vorträgen, Workshops, Lesung, Ausstellung, Markt der Möglichkeiten, Musik, Tanz und Sport wollen afrikanische Vereine und andere Gruppen aus Schleswig-Holstein unter dem Dach des BEI (Bündnis Eine Welt) den Afrikatagen eine Plattform für Begegnungen auf Augenhöhe verschaffen.
Mit dem vielfältigen Programm werden Räume für Austausch und Kooperation zwischen Nord und Süd, für Diskussionen über gemeinsame Probleme und für ein Kennenlernen der Vielfältigkeit des Kontinents Afrika angeboten. Das komplette Programm findet Ihr hier:
https://www.bei-sh.org/veranstaltungsinfos/bildungsfestival-afrikatage-kiel-2022