Presseerklärung zum 80. Geburtstag

Presseerklärung

80 Jahre Demokratie für Schleswig-Holstein – für die OMAS GEGEN RECHTS aus vielen Orten unseres Bundeslandes und natürlich aus der Landeshauptstadt selbst ein guter Grund zu feiern.

Nicht nur die Landschaft mit ihren Stränden, ihrem weiten Himmel und ihren Segelrevieren zeichnet Schleswig-Holstein aus. Bei aller Bodenständigkeit der Menschen ist Schleswig-Holstein in vielen Bereichen nicht nur auf der Landkarte weit oben:

Exzellente Forschung, Einrichtungen mit Weltgeltung vom Institut für Weltwirtschaft bis zum Geomar, Kultur in allen Facetten vom Wacken Open Air bis zum Schleswig-Holstein Musik Festival, eine Landesverfassung, die Sprache und Kultur von Minderheiten schützt, eine Vorreiterrolle beim Klimaschutz und bei erneuerbaren Energien – all das sind die Errungenschaften einer offenen, demokratischen Gesellschaft, die entsteht, wenn Menschen aus aller Welt zusammenkommen, um gemeinsam zu arbeiten, zu forschen und zu feiern.

Was in den vergangenen 80 Jahren erreicht wurde, muss erhalten und weiter entwickelt werden, davon sind die OMAS GEGEN RECHTS überzeugt; deshalb werden sie am

Sonntag, 23. August um 14:00 Uhr an der Kiellinie

-Höhe Landeshaus –

unserem Bundesland mit einer Performance und einem Fest zu 80 Jahren Demokratie gratulieren und mit Musik, Kinderspielen und allerlei „Goodies“ mit allen feiern, die dabei sind.

Demokratiefestival am Bootshafen – 31.07.2026

Das Demokratiefestival stand
in diesem Jahr unter dem Motto:
Kinderrechte.
Seit 1992 gilt in Deutschland die UN-Kinderrechtskonvention verbindlich im Range eines Bundesgesetzes.

 

Die Broschüre des Bundesfamilienministeriums „Deine Rechte- Löwenstark erklärt“ nennt 11 Kinderrechte, die wir in unserem Pavillion am Bootshafen thematisch aufgegriffen haben.

 

Und wir haben mit den Kindern, die zum Bootshafen kamen, alte Spiele gespielt, die schon uns OMAS vor langer Zeit Spaß gemacht haben wie Seilspringen, Gummitwist, Murmeln, Himmel + Hölle, Memory und andere…..

Wichtig war uns aber auch deutlich zu machen, dass eines der wichtigsten Kinderrechte: das Recht auf Schutz im Krieg und auf der Flucht aktuell oft mit vollzogenen oder drohenden Abschiebungen von Eltern mit Kindern in nicht sichere Drittländer kollidiert.

Daher: es ist und bleibt uns wichtig, dafür zu kämpfen, dass die Kinderrechte umgesetzt und eingehalten werden.
Wir unterstützen es, dass Kinderrechte im Grundgesetz verankert werden.

Rap zwo drei …..

Ein Bericht von OMA Connie

Anfang des Jahres taten sich Kieler OMAS GEGEN RECHTS zur Rap AG zusammen: Ute, Astrid, Irmi, Antje, Christiane und Connie hatten sich nochmal den Text der KlimaAG vorgenommen und mit Hilfe von Lukas Kähler, einem Musiker und Tontechniker aus Kiel, der das Lighthouse Studio betreibt, zu einem Rap umgearbeitet und mit einem von ihm produziertem Beat versehen.Studioaufnahmen wurden gefertigt und jetzt haben wir eine Aufnahme des Raps und sogar eine Instrumentalversion, die wir bei Liveauftritten benutzen.

 

Astrid hatte uns schon gleich einen Auftritt während der Kieler Woche auf dem Muddimarkt klar gemacht, und so fingen wir nach den Aufnahmen an, kräftig zu üben. Wir hatten nur 4 Wochen, die Zeit war knapp!

Jeden Mittwoch trafen wir uns, rappten, was das Zeug hielt, überlegten uns auch eine kleine Choreographie und waren alle sehr aufgeregt.

Und dann war es soweit: Den OMA Treff am 17.06. nutzten wir für die Generalprobe. Natürlich ging was schief, wie das bei Generalproben oft so ist, aber wir bekamen trotzdem reichlich Applaus.

So gewappnet absolvierten wir unseren ersten öffentliche Auftritt mit unserem tollen Rap No One bereits 3 Tage später bei extremer Hitze auf dem Muddimarkt der Kieler Woche : Wieder ein toller Erfolg ! Jede Menge Applaus und positive Rückmeldungen, alle machten uns Mut, weiterzumachen.

Und das ging schneller als wir dachten: 2 Tage später wurde unser Rap im Radio übertragen; der offene Kanal Kiel war auf uns aufmerksam geworden. Wir wurden auch gleich eingeladen für ein Interview und einen Liveauftritt im Radio! Das war aufregend: Mit Mikro und jeder Fehler, den wir machen würden, würde direkt über den Äther im Radio zu hören sein…

Also nochmal geprobt wie die Wilden, hinter den Zelten der Schlaumachwiese haben wir uns getroffen und nochmal Artikulieren, Einsätze und Rhythmus geprobt und so vorbereitet ging es dann richtig gut auf der Bühne! Anschließend kamen Leute auf uns zu, die sich bedankt haben, dass wir öffentlich aufgetreten sind. Das war sehr berührend.

An dieser Stelle bedanken wir uns nochmal herzlich beim Offenen Kanal Kiel für diese tollen Auftrittsmöglichkeiten.

Mit jedem Auftritt lernt man dazu: Wir werden sicherer und üben neue Formate und merken, was wir verbessern müssen. Es macht Spaß! Auch 27.6. waren wir wieder auf dem Muddimarkt – nächster Auftritt!

Ihr könnt uns „buchen“ ! Wenn eine Veranstaltung geplant ist, auf der sich ein Rap gut machen würde, sagt Bescheid, wir kommen!! Unsere mail-Adresse findet Ihr unter dem Tab „Über uns“ /Kontakt.

Und wir suchen immer MitrapperInnen! Meldet Euch gerne bei uns!

https://www.oksh.de/ki/

Über diesen Link kommt Ihr zum Offenen Kanal, wo in nächster Zeit die Aufnahmen von der „Secret Stage“ an der Schlaumachwiese der KiWo 20206 zu hören sein werden.

Erstes SH OMA-Regionalgruppentreffen in Kiel am 13.06.2026

Sie kamen aus Uetersen, sie kamen aus Flensburg,
sie kamen aus Nordfriesland, sie kamen aus Ostholstein – eben von überall her in Schleswig-Holstein! Vierzig OMAS und ein OPA waren da – aus 20 von 25 SH Regionalgruppen.

OMAs und ein OPA aus 20 SH Regionalgruppen

Die Idee zum Treffen kam beim NORD-OMA-Treffen in Heideruh im Herbst 2025 auf: da wir immer mehr werden, wäre es schön, sich in den jeweiligen Bundesländern ebenfalls regional zu vernetzen.

Gesagt, getan – im Februar verschickten wir OMAS aus Kiel ein „Save the date“ für den 13. Juni 2026. Für diesen Tag war es uns gelungen, den Raum der AWO neben der „Räucherei“ in Kiel zu bekommen.

Unser Gruppenraum in der AWO Kiel

Die Tagesordnung fürs allererste Treffen ergab sich quasi von selbst: Kennenlernen und Austausch von Ideen, aber auch die Beantwortung von Fragen sollte im Zentrum des Treffens stehen.

Alle sind engagiert dabei
Dörte Schnell, eine der Gründerinnen der Nord-OMAS

Als dann auch noch klar wurde, dass
Dörte Schnell, eine der Nord-OMA-Gründerinnen zur Begrüßung und Begleitung der Veranstaltung dazu kommen würde, war die Freude groß. Sie hat uns allen nochmal die Gründungshintergründe, die OMA-Grundsätze und allgemein Wissenswertes rund um die OMAS berichten und entsprechende Fragen dazu beantworten können.

 

Viele reisten auch etwas früher an, so dass es doch auch Zeit gab, sich persönlich untereinander kennen zu lernen; zusätzlich zur  Vorstellungsrunde und der „Geselligen Mittagspause“.

Als Beispiel für viele andere Bastelideen: „Die Demokratie-Maus“ mit Verweis auf die Seite „Sendung mit der Maus“ – „Demokratie“

Alle OMAS waren aufgefordert, ihre
ideenreichen Basteleien oder Flyer alsMuster mit zum Treffen zu bringen. Es machte viel Spaß zu entdecken, welche vielfältigen – zum Teil witzigen Ideen – es doch gibt, um unser Hauptthema „Einstehen für die Demokratie“ unter die Leute zu bringen. Das Allerschönste daran ist die gegenseitige Großzügigkeit im Umgang mit den eigenen Ideen und Objekten – nach dem Motto: „Das Rad muss ja nicht neu erfunden werden“!

 

 

Die verbleibende Zeit am Nachmittag
unterteilte sich in zwei Themenabschnitte
über die Erfahrungen ausgetauscht und zu denen aber auch Fragen gestellt wurden:
1. Vorbereitung der Landtagswahlen in SH im April 2027 und
2. „AFD Verbot Jetzt“ und „Prüf-Demos“.

 

 

Wir wollen uns in Zukunft nach dem Vorbild der NORD-OMAS regelmäßig wieder treffen. Das nächste Treffen ist für den November 2026 geplant, rechtzeitig vor der Landtagswahl in Schleswig-Holstein, so dass wir dazu weitere konkrete Ideen entwickeln und uns eventuell sogar zu gemeinsamen Aktionen verabreden können.

Ein ganz wichtiger weiterer Aspekt, sich mit Gleichgesinnten im gegenseitigen Austausch zu stärken und für die kommenden Herausforderungen Energie zu tanken, wurde auf jeden Fall erfüllt!

Nochmal ein herzliches Dankeschön an alle, die gekommen sind.

(Sabine K-S fürs ORGA-Team der OGR Kiel)

Der Mai in Kiel

Der Mai in Kiel

Gleich zu Beginn fiel die traditionelle Demonstration und Kundgebung zum 1. Mai in diesem Jahr ganz schön groß aus: Um die 3.500 Menschen starteten am Gewerkschaftshaus in der Kieler Legienstraße und zogen in einem beeindruckenden Zug über die Brunswiker Straße, vorbei am Bootshafen, zum Rathausplatz.

In der Legienstraße

Nicht nur der strahlende Sonnenschein lockte viele auf die Straße: Die Politik der CDU geführten Bundesregierung, geprägt von konservativem Kulturkampf, Entsolidarisierung, rückwärts gewandter Klimapolitik und dem Abbau von Arbeitnehmerrechten spielte eine große Rolle, was in den Redebeiträgen zu hören und den vielen Bannern und Schildern im Demonstrationszug zu lesen war.

Mit dabei: Viele OMAS GEGEN RECHTS – und auch solche, die es werden wollen.

Die erste Maiwoche steht ganz im Zeichen des Gedenkens an die Befreiung vom Faschismus. Die Kapitulation der deutschen Wehrmacht jährt sich zum 81. Mal, und das Erstarken faschistischer Kräfte macht aus dem Gedenken eine mehr als aktuelle Warnung;die Erinnerung zeigt uns mehr als deutlich, was geschehen kann, wenn sich die Menschen von der Unzufriedenheit des Augenblicks in den Abgrund des Faschismus reißen lassen.

Eine gute Kieler Tradition ist es, sich am 8. Mai an der Gedenkstätte „Arbeitserziehungslager Russee“ zu versammeln. Der Runde Tisch gegen Rassismus und Faschismus Kiel lädt in diesem Jahr zu einer gemeinsamen Radtour am Freitagnachmittag zur Gedenkstätte ein.

Am Abend gibt es in der Kulturstation Toweddern in Elmschenhagen um 19:00 die Gelegenheit, Isabel Martinez und Martin Quetsche bei der musikalischen Lesung Weil wir dazu gehören“ zu lauschen. Isabel Martinez liest aus den Kindheits- und Jugenderinnerungen von sogenannten jüdischen „Kontingentsflüchtlingen“, begleitet von Martin Quetsche, der mit seinem Akkordeon jiddischen Lieder vorträgt. Wer im vergangenen November die Gelegenheit hatte, den beiden im Theater „Die Komödianten“ zuzuhören, wird sich daran erinnern, wie berührend diese Vorstellung war.

Das Demokratieprojekt Hassee bietet im Gemeindesaal der Michaeliskirche wieder Filme und Diskussionen an:

Am Sonntag, den 10. Mai wird es wieder bunt in Kiel: Der CSD e.V. lädt zum Dragwalk und zum Regenbogenpicknick an der Kiellinie ein. Alle Informationen dazu findet Ihr hier:

 

https://csd-kiel.de/veranstaltungen/dragwalk-10-05-2026-des-csd-kiel-e-v/

und hier:

https://csd-kiel.de/veranstaltungen/regenbogenpicknick-10-05-2026-des-csd-kiel-e-v/

Ihr Kinderlein kommet?

Seit Oktober ist in Kiel Dienstags immer von 16:00 bis 18:00 Uhr Mahnwache. OMAS aus den verschiedenen Arbeitsgruppen stehen dann am Heinrich-Ehmsen-Platz am Eingang des neuen Rathauses.

An diesem Dienstag war es die AG Migration, welche die Mahnwache gestaltet hatte.

Die Stadt bunt erleuchtet, Weihnachtsmusik, die Menschen in Hektik – es bleibt wenig Raum für Besinnung. Für die AG Migration eine Gelegenheit, insbesondere an das Schicksal von Kindern zu erinnern, die überall auf der Welt in Kriegs- und Krisengebieten Gewalt ausgesetzt sind, hungern, keine medizinische Versorgung bekommen.

 

Ihr Kinderlein kommet – ein ernster, zutiefst menschlicher Wunsch, der weit über den sentimentalen Kitsch der „deutschen Weihnacht“ hinausgeht – und des Titels des Weihnachtsliedes, das die AG für die Mahnwache umgedichtet hat.

Für eine bunte Welt

So langsam wird es ungemütlich – die AfD, die schon längst hätte verboten werden müssen, gründet in Gießen eine neue Jugendorganisation, an der nur der Name neu ist. Alles, was sich vorher in der Jungen Alternative getummelt hat, sitzt auch jetzt wieder auf dem Podium.

Die Polizei reagiert in Gießen mit exzessiver Gewalt, dem Fraktionsvorsitzenden der Union fällt nichts besseres ein, als die friedlich Demonstrierenden als „linken Mob“ zu diffamieren, und der andere Teil der Regierung schaut dem Trauerspiel mit dröhnendem Schweigen zu.

Wie viele andere OMA Gruppen auch, brachten am Samstag, dem 29.11.25 die Kieler OMAS GEGEN RECHTS ihren Protest laut und bunt auf die Straße.

Mehr als 20 OMAS hatten sich am Kieler Dreiecksplatz versammelt, um unter dem Motto Bunte Welt statt brauner Nachwuchs mit einer tollen Choreographie und OMA-Liedern auf die Gefahren aufmerksam zu machen, die von der neuen faschistischen AfD-Jugend ausgehen.

 

Der gemütliche Kaffetisch, Naschkram unter dem Motto „Marzipan statt Naziwahn“ und gehäkelte Glückswürmchen animierten viele Menschen, einen Moment zu verweilen, während viele andere in vorweihnachtlicher Hektik vorüber eilten – meist jedoch mindestens mit einem „Däumchen hoch“, einem Lächeln und ein paar ermunternden Worten.

Auch der Nikolaus zeigt sich solidarisch.

Hanne und Marion machten in ihren Reden deutlich, wie sehr die Nachwuchsorganisation der AfD in der rechtsextremistischen Szene verankert ist, wie stark die Verbindungen zu Gruppierungen wie der Identitären Bewegung sind, und wie gefährlich deshalb die „Generation Deutschland“ als Kaderschmiede einer ohnehin schon rechtsradikalen Partei ist.

 

Marions Rede:

Bunte Welt statt brauner Nachwuchs – so lautet das Motto unserer heutigen Protestveranstaltung.

Heute in Gießen will die AfD ihre Jugendorganisation gründen. Zu dieser Stunde sind in Gießen Zehntausende auf der Straße, um friedlich gegen diese Neugründung zu protestieren, und viele OMAS GEGEN RECHTS aus dem ganzen Bundesgebiet werden dabei sein.

Dass es überhaupt zu dieser Neugründung kommen kann, zeigt das klägliche Versagen, der viel beschworenen politischen „Mitte“, wenn es darum geht, die Demokratie und ihre Werte konsequent zu schützen.

Demonstrationen von Hunderttausenden, unzählige Petitionen, Bürgerinitiativen zum Verbot bis hin zur Initiative „Prüf“, die im vergangenen Monat aktiv wurden – weder Bundesrat, noch Bundestag und schon gar nicht die Bundesregierung haben sich entschließen können, endlich ein Verbot der AFD durch das Bundesverfassungsgericht prüfen zu lassen.

Anfang des Jahres stnd die „Junge Alternative“ kurz davor, wegen erwiesenen Rechtsextremismus verboten zu werden, deshalb wurde sie eilig aufgelöst, um sie aus dem Fokus zu nehmen.

Es gibt keinen Grund anzunehmen, dass die neue AFD Jugend weniger extremistisch und weniger radikal sein wird. Der designierte Vorsitzende, Jean-Pascal Hohm, wird vom Verfassungsschutz als „im Rechtsextremismus sozialisiert“ und in der „rechtsextremen Subkultur bestens vernetzt“ beschrieben.

Der Hauptunterschied dürfte sein, dass die Mutterpartei nun intensiver mit ihrem Nachwuchs verzahnt ist. Wer in der neuen Organisation mit dem völkisch anmaßenden Namen „Generation Deutschland“ ist, muss Mitglied der AfD sein. Die Führung der AfD erhofft sich so, zum einen, allzu krawalliges Auftreten der Jungen unterbinden zu können. Vor allem aber wird die Jugendorganisation Kaderschmiede sein: Personen, die mit rechtsextremen Vorfeldgruppierungen wie der Identitären Bewegung bestens vernetzt sind, werden unweigerlich in die Führungsriege der Mutterpartei aufrücken.

So ist es sichergestellt, dass rassistische Überzeugungen, ein völkisch-nationalistisches Weltbild und das Ausgrenzen von Minderheiten in der „Altpartei“ stets durch jüngere Vertreter lebendig und wirksam bleiben.

Das Personaltableau des neu zu wählenden Vorstands lässt Schlimmes erahnen: Die designierten Vorstandsposten werden allesamt von ehemaligen Junge Alternative Kreis- und Landesvorsitzenden besetzt: Hohm aus Brandenburg, Maxhuni aus Niedersachsen, Behr aus Rheinland-Pfalz, Heinz aus Nordrhein-Westfalen. Es sind Extremisten dabei, zum Teil mit NPD Vergangenheit, Burschenschafter.

Gegendert habe ich übrigens mit voller Absicht nicht: Neben dem ganzen Pandämonium, das ich hier als Kandidaten aufgezählt habe, gibt es nur eine einzige Frau, eine Reinhild Goes, die sich um einen Vorstandsposten bewirbt. Die „Generation Deutschland“ wird ein Männerbund sein. Für die Interessen und Rechte von Frauen ist also ebenfalls kein übermäßiges Engagement zu erwarten.

Wir brauchen keine neue faschistische Jugendorganisation

Wir brauchen auch keine Parteien der bürgerlichen Mitte -allen voran die Unionsparteien – die sich in Inhalt und Sprache immer näher an die Rechtsextremen heranwanzen.

Wir brauchen Demokratinnen und Demokraten, die sich in ihrem Handeln und in ihrem Sprechen deutlich und klar von den faschistischen, menschenverachtenden Positionen der AfD und ihrem braunen Nachwuchs abheben.

Wi brauchen eine sichere Zukunft in einer freiheitlichen, sozial gerechten Gesellschaft. Eine Zukunft, in der Rassismus, Ausgrenzung und Hass keinen Platz haben. Dafür stehen wir heute hier!

Danke, dass Ihr hier seid und danke für Eure Aufmerksamkeit!

Hannes Rede:

Solidarität mit den Aktionen gegen die Gründung der AFD-Jugendorganisation.

Seit heute Morgen demonstrieren Zehntausende von Menschen gegen die Gründung einer neuen Jugendorganisation der AFD in Gießen. Um 6:32 Uhr war im Liveticker der tagesschau zu lesen: „Massive Verkehrsbehinderungen auf dem Gießener Autobahnring, die Polizei kontrolliert die Zufahrten zur Weststadt, die Lahnbrücken sind nicht befahrbar. Erste Züge von Demonstranten sind unterwegs.“ Die Bahn warnt vor Verspätungen in der Region.

Zehntausende von Menschen, moblilisiert von über 30 Organisationen aus dem gesamten Bundesgebiet beteiligen sich han den Aktionen gegen die Neugründung der Jugendorganisation der AFD.

Ein Blick auf die Fakten zeigt warum das richtig und notwendig ist. Anfang des Jahres löste sich der Verein „Junge Alternative“, die de Jugendorganisation der AFD auf, um einem Vereinsverbot wegen gesichertem Rechtsextremismus zuvorzukommen.

Heute soll die Jugendorganisation als Teil der AFD neu gegründet und so enger an die „Mutterpartei“ angebunden werden. Vermutlich mit dem Namen „Generation Deutschland“. Ein bisschen mehr Kontrolle der Krawalljugend ist von der Parteiführung gewünscht. Aber die Anbindung an das gesamte rechtsextremistische Vorfeld wie z.B. die „Identitäre Bewegung“ soll erhalten und genutzt bleiben.

Das beweist ein Blick auf das Personaltableau. Der designierte Vorsitzende Hohm (der eine beachtliche rechte Karriere hinter sich hat) erklärte gegenüber der Presse, Deutschland müsse „als Land der Deutschen erhalten bleiben“, das „Vaterland vor dem Untergang bewahrt werden“. Denn, so Hohm „Wer also das Staatsvolk sukzessive durch Einbürgerung ersetzt, verändert Deutschland nicht, sondern schafft es ab.“

Dass nur eine Frau für den Vorstand kandidieren wird – geschenkt. Es wird ein Männerbund, bestens vernetzt mit Farben tragenden, schlagenden, rechtsextremen Burschenschaften.

Aus Schleswig-Holstein kandidiert Kevin Dorow für den Vorstand, Kreistagsabgeordneter in Rendsburg-Eckernförde. Er ist Mitglied der Hamburger Burschenschaft Germania. Die wirbt auf Facebook mit „Männer – Studenten – Germanen – Werde wie wir!“

Alice Weidel, Tino Chrupalla und Alexander Gauland auch der Faschist Höcke machen den jungen Rechten ihre Aufwartung.

Zudem wird der AFD-Jugend das große Angebot rechter Infokanäle präsentiert. 26 Infostände deutscher und europäischer rechtsextremer Vereine, Verlage, Organisationen werden vor Ort sein. Vom Anbieter für rechte Aufkleber bis Nius ist alles vertreten.

Ich habe mir zugemutet einen Artikel zum Event im aktuellen „Deutschland-Kurier,“ zu lesen. Das ist eine Online-Zeitung mit dem Untertitel „Heimat, Identität, Freiheit“, Sie fasst Gründe und Ziele der Neugründung der Jugendorganisation zusammen:

Der designierte Vorsitzende habe das erklärte Ziel „frühere Gräben zwischen Jugendverband und Mutterpartei zu überwinden.“ Sein Ziel sei es einen Beitrag zur Professionalisierung der AFD zu leisten und er sähe den neugegründeten Jugendverband nicht zuletzt als Kaderschmiede für die AFD. Überdies sei natürlich ein Teil einer Parteiorganisation weniger leicht zu verbieten als ein Verein.

Es ist also kein Skandal, dass Zehntausende gegen diese Neugründung auf der Straße sind. Der Skandal besteht darin, dass die Parteien der demokratischen Mitte, dass die Bundessregierung, der Bundesrat und der Bundestag sich nicht entschließen konnten, können und wollen, dem verfassungsfeindlichen Treiben der AFD ein Ende zu setzen – ganz einfach, indem sie das Bundesverfassungsgericht ein Verbot der AFD prüfen lassen.

Stattdessen erleben wir immer wieder Annäherungen an inhaltliche Positionen der AFD, erleben wir wie Teile dieser Parteien – vor allem der CDU – die AFD endlich als „ganz normale“Partei behandeln wollen und sich ihren Positionen annähern.

Wir OMAS GEGEN RECHTS sagen: Nein, unsere Demokratie braucht keine Normalisierung einer rechtsextremistischen Partei und ihrer Jugendorganisation – unsere Gesellschaft braucht eine Politik von Demokraten und Demokratinnen, die sich klar von den Positionen der AFD abhebt.

Wir OMAS GEGEN RECHTS wünschen und fordern eine freiheitliche, sozial gerechte Gesellschaft, eine Gesellschaft, die Menschen nicht ausgrenzt. Wir brauchen eine Gesellschaft ohne Rassismus, Ausgrenzung und Hass.

Faschismus ist keine Meinung! Faschismus ist ein Verbrechen!

AFD-Verbot – jetzt!

Bunte Welt statt brauner Nachwuchs

Credit: www.feindesign.de

Bunte Welt statt brauner Nachwuchs

unter diesem Motto werden die Kieler OMAS GEGEN RECHTS am Sonnabend, 29.11.25 zwischen 11:00 und 13:00 Uhr mit einem bunten Programm aus Flashmob, Kinderspielen, „Kaffee mit OMA“ und natürlich Gesprächen gegen die geplante Neugründung einer AfD Jugendorganisation protestieren.

Vielfalt, Menschenwürde, Gerechtigkeit, Verantwortung , Teilhabe und Solidarität sind die Grundlagen einer demokratischen , lebenswerten Gesellschaft. Deshalb protestieren wir dagegen, junge Menschen mit Hass und Hetze zu verführen“ lautet die Begründung der OMAS GEGEN RECHTS für diese Protestveranstaltung. Die Initiative ist solidarisch mit dem breiten Bündnis aus Kirchen, Gewerkschaften, Parteien und zivilgesellschaftlichen Initiativen im Gießener Bündnis „Widersetzen“. Am 29.11.25 findet in Gießen, dem geplanten Ort der Gründung, ein buntes Fest als Gegenkundgebung statt; bundesweit sind gleichzeitig Protestveranstaltungen an vielen verschiedenen Orten geplant.

In Kiel freuen sich die OMAS GEGEN RECHTS am Dreiecksplatzpark – Holtenauer Straße zwischen Schuhgeschäft und Bäckerei – von 11:00 bis 13:00 Uhr auf neugieriges Publikum und interessante Gespräche.