It’s a men’s world…..? Am 8. März ist Internationaler Frauentag

Liebe OMAS,

in Corona-Zeiten müssen wir erfinderisch sein – eine tolle Möglichkeit, „kontaktlos“ unsere Meinung zu sagen sind Videobotschaften – kurze Aufnahmen von ganz vielen OMAS (und Opas), aneinandergereiht, in Endlosschleife über einen Fernseher oder einen Beamer unter die Leute gebracht!

Dieses Jahr sammeln wir Eure Statements zum Internationalen Frauentag. Themen gibt es mehr als genug:

Die Paragraphen §§ 218, 219 StgB  verwehren Frauen noch immer das Recht, über ihren eigenen Körper zu bestimmen und diffamieren die Information über den Abbruch einer Schwangerschaft als „Werbung“.

Gewalt gegen Frauen ist noch immer Alltag; im Corona-Lockdown hat diese Gewalt noch zugenommen. Trotzdem müssen Frauenhäuser noch immer um ihre Finanzierung bangen.

Gleicher Lohn für gleiche Arbeit ist auf dem Papier zwar vorgeschrieben; die Realität jedoch sieht anders aus:  Um mehr als 20% liegt das durchschnittliche Einkommen von Frauen unter dem von Männern. 

Gender-Data -Gap: Beim Arzt, beim Autokauf, im Baumarkt: Immer noch ist der Mann das Maß aller Dinge. Etwas mehr als die Hälfte der Bevölkerung der Bundesrepublik  sind Frauen – trotzdem sind sie als Zielgruppe ohne Bedeutung.

Genitalverstümmelung, Femizide, Vergewaltigung als Strategie in der Kriegsführung, die Liste ist schier endlos.

Zur Zeit ist besonders unsere Solidarität mit den Frauen in Polen gefragt. Die PIS-Partei unterdrückt mit ihrem reaktionärem Menschenbild nicht nur LGBTQ Menschen sondern auch Frauen, die in Polen gegen die Verschärfung des Abtreibungsverbotes protestieren.

Aber auch bei uns sind die Rechte von Frauen bedroht: Die AfD und andere neofaschistische Organisationen streben nach einem  Rollback und idealisieren das Familienbild der 50er und 60er Jahre. Den Preis dafür zahlen alle, die diesem Bild nicht entsprechen wollen oder können.   Aus Euren kurzen Videos (15 Sekunden) wird ein Film geschnitten, der allen Gruppen unseres Bündnisses für ihre Arbeit zu Verfügung steht.  Also: ran ans Handy oder Tablet – die Anleitung steht unten.

Die Filmchen – mit Wunschnamen und Stadt bitte bis zum 28.2.2021 senden an video@ogrb.de

Kein Handy mit Kamera? Schickt uns Eure Sprachbotschaft. Das schafft Ihr nicht? Auch kein Problem, dann nehmen wir gern die Sprachbotschaft am Telefon auf. Schickt uns Eure Telefonnummer, wir rufen Euch an.

In diesem Sinne: Wir schaffen das! Gemeinsam sind wir stärker!

VIDEOCLIP – wie mache ich den?

Du brauchst ein Smartphone oder ein Tablet. Wenn es auf dem Gerät verschiedene Qualitätsoptionen für Videos gibt, wähle die beste.

Licht – „Licht ins Gesicht“ – vermeide Gegenlicht (z.B. nicht mit dem Rücken zum Fenster stehen)

Der Ton ist sehr wichtig, deshalb: Nebengeräusche möglichst ausschalten!

Format: Aufnahme im Querformat

Achte auf den Hintergrund: wähle etwas Ruhiges oder auch etwas mit Bezug zum Thema (z.B. ein Plakat, ein Mahnmal). Innenaufnahmen vor der Wohnzimmerwand oder Außenaufnahmen im Park sind prima!

Wichtig: Die Kamera vor dem Sprechen und nach dem Sprechen ungefähr 3 Sekunden laufen lassen. Also: Kamera an – im Kopf bis drei zählen – sprechen- bis drei zählen, Kamera aus – dann ist wirklich alles drauf! (Hilft beim Schnitt!)

Sprache: Deutlich und nicht zu schnell sprechen – auf eine Kernaussage fokussieren, max. 15 Sekunden lang, das sind 2-3 kurze Sätze. Fasse Dich wirklich kurz, 10 Sekunden reichen, wir sind viele!

Text: Sag, was DU zum Thema zu sagen hast. Sei einfach Du.

Lass Dich filmen oder wähle eine ZOOM- Aufnahme (geht auch, ist aber von der Bildqualität her schlechter) Mach möglichst kein Selfie! Für alle, die sich unsicher fühlen mit der Technik und Hilfe brauchen: Kurze E-Mail an video@ogrb.de mit Eurer Telefonnummer – Ihr bekommt einen Anruf.

Wichtig: Bei der Übersendung schreibt bitte Euren Wunschnamen und Eure Stadt dazu, damit klar ist, woher und von wem das Video kommt!

„Rote Karte“ für Querdenker

Seit der vergangenen Woche haben Anwohner*innen des Kieler Viertels Schreventeich ihre Fenster auffällig mit roten Gegenständen dekoriert.  Damit protestieren sie gegen die Querdenker, die in den letzten beiden Wochen ihre Aktivitäten – Lautsprecherdurchsagen, Trommeln und Motorenlärm  der Autokorsos durch das Kieler Wohnviertel fahren. Mit roten Dekoration wollen die Anwohner*innen zeigen, dass sie sich deutlich von dem  rücksichts-und verantwortungslosen Treiben der  Schwurbler distanzieren.

Einladung zu frauenpolitischer Veranstaltung

Nicht mit uns! Unter diesem Motto bieten die IGM, Ver.di und die Friedrich-Ebert-Stiftung Ende Februar Tagungen und Workshops zum Thema Frauen gegen Rechts an. Anmelden könnt Ihr Euch hier:

https://www.fes.de/veranstaltungen/veranstaltungsdetail?tx_fesdeevents_eventdetails%5Bevent%5D=251780&cHash=2235e5781ddf24c0edc97034836e67c0

Rechtspopulistische Parteien werden nicht nur von Männern gewählt; in der Gunst der Wählerinnen holen diese Parteien auf. Rechtspopulistische Kräfte greifen sowohl rassistische als auch antifeministische Diskurse auf und wollen die Errungenschaften der Emanzipation „zurückdrehen“.

Das alles spüren auch die Aktiven in den Gewerkschaften hierzulande.

Die Pandemie lässt zudem bislang empfundene Sicherheiten erodieren und verstärkt offenbar Ungerechtigkeiten und soziale Schieflagen zwischen den Geschlechtern.
Werden insbesondere Frauen in Zukunft anfälliger sein für einfache Identitäts- und Politikangebote von Rechts, wenn sie als Verliererinnen der Pandemie zurückbleiben?

Es ist Zeit, ein deutliches Signal gegen Rechtspopulismus und deren vermeintliche Politikangebote zu setzen! Die IG Metall, die ver.di und die Friedrich-Ebert-Stiftung tunVdies in ihrer gemeinsamen Veranstaltung “
Nicht mit uns! Nicht bei uns! Frauen gegen Rechts!“. Neben kurzen Inputs der Gewerkschaften, der FES und weiteren Expertinnen werden Aktive aus ihrer betrieblichen Praxis zu den Themen Rassismus und Sexismus berichten.
Alle Teilnehmenden erhalten die Möglichkeit eines digitalen, persönlichen Erfahrungsaustauschs.
Welche Strategien sind erfolgreich, um menschenfeindlichen, antifeministischen Tendenzen entgegenzuwirken und wie können Gewerkschaften gegen Rechts aktiv werden?

 

Winterhilfe für obdachlose Menschen in Kiel

Eine wegen des Corona-Lockdowns menschenleere Kieler Innenstadt und dazu die Kälte des Januar – das ohnehin schwere Schicksal obdachloser Menschen ist in dieser Zeit noch härter als sonst. Das Welcome Center Kieler Förde in der Andreas-Gayk-Straße hatte daher dazu aufgerufen, für obdachlose Menschen und ihre vierbeinigen Freunde Schuhkartons mit Spenden zu packen.

Die Kieler Omas gegen Rechts hatten aus vergangenen Aktionen noch Geld in der Portokasse und am Wochenende packte eine besonders engagierte Oma gegen Rechts mit familiärer Unterstützung 20 Schuhkartons mit Nützlichem, z.B. Hygieneartikeln und Nahrungsmitteln, aber auch mit Leckereien für Mensch und Hund.

Heute wurden die Kartons in das Welcome Center gebracht, von wo sie in den nächsten Tagen verteilt werden.

Ein neues Jahr beginnt

und auf 2021  ruhen besonders viele Hoffnungen.  Immer schon haben die Menschen zu Beginn eines neuen Jahres mit Zweifeln, Ängsten aber auch mit Hoffnung und Zuversicht auf die Zukunft geschaut.  Wohl kaum jemand hat diesem Gefühl zum Jahresbeginn  einen so schönen Ausdruck verliehen wie Erich Kästner in seinem Gedicht „Der Januar“ – das erste Gedicht in seinem 1955 veröffentlichten Gedichtzyklus „Die 13 Monate“:

 

Aufruf zur Demonstration am 12.12.20 um 11:30 Ihr

 

Da wir in Kiel mit einer sehr großen DEMO rechnen müssen, wäre es sehr wichtig, ganz viele Gegendemonstranten zu mobilisieren. Wir brauchen Jede/n , die / der sich den Querdenkern entgegenstellt !

Für den 12. Dezember hat die Initiative „Querdenken _431“ zu einer Demonstration in Kiel aufgerufen. Inzwischen nennt sich diese Gruppe „Kiel steht auf“ – diese Losung haben die Verantwortlichen in Nazimanier von der Kieler Gewerkschaftsbewegung geklaut („Kiel steht auf – für eine solidarische Stadt“ war eine DGB-Losung gegen Arbeitsplatzabbau, unter dieser Losung wurde auch an die Novemberrevolution von 1918 erinnert). Geändert hat sich dadurch gar nichts:
Diese Initiative ist Teil einer bundesweiten Bewegung, deren antidemokratischer Charakter auf Demonstrationen in vielen Städten wie in Stuttgart und Berlin deutlich zutage getreten ist. Eine Bewegung, in der faschistische Gruppierungen wie NPD und „Der III. Weg“ ebenso mitwirken wie die AfD und in der Antisemit:innen häufig den Ton angeben. Auf deren Tribünen sich Jugendliche mit Anne Frank oder Sophie Scholl vergleichen dürfen, weil sie eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen müssen und zurzeit keine großen Partys feiern können. Diese Bewegung verdient keine Unterstützung. Sie muss bekämpft werden.
Bereits auf einer Demonstration gegen „Querdenken Kiel“ im September 2020 hat ein Redner des Runden Tisches gegen Rassismus und Faschismus festgestellt: „Die Aufmärsche der Coronaleugner:innen und Anhänger:innen von Verschwörungstheorien, die offen sind für Faschist:innen und Antisemit:innen aller Art, sind Demonstrationen gegen Solidarität und Menschlichkeit. Sie sind es schon deshalb, weil sie gegen die wirksame Bekämpfung einer gefährlichen Pandemie gerichtet sind und das Leben vieler Menschen aufs Spiel setzen.“ Hier marschieren sogar Leute mit, die den Tod der gesundheitlich weniger Widerstandsfähigen im Sinne einer „natürlichen Auslese“ ausdrücklich billigend in Kauf nehmen. Weiter heißt es in dem Beitrag:
„Demokratie stirbt nicht, wenn wir einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Demokratie stirbt, wenn wir den Einfluss von Nationalismus, Faschismus und Rassismus auf politische Entscheidungen nicht mit aller Macht zurückdrängen und zunichte machen. Demokratie stirbt auch, wenn wir zulassen, dass unter dem Deckmantel der Anti-Corona-Maßnahmen die Entrechtung und die Verarmung breiter Bevölkerungskreise weiter vorangetrieben werden. (…) Wir brauchen die 30-Stunden-Woche bei vollem Lohn- und Personalausgleich, eine Erhöhung der Rentenleistungen und ein früheres Renteneintrittsalter und vieles mehr wie ein Ende von Leiharbeit und Werkverträgen und wirkungsvolle Maßnahmen zur Beendigung von Jugend- und Altersarmut. Wir brauchen keine Milliarden für Großkonzerne, für weitere Aufrüstung und Rüstungsproduktion.“
Auf vielen Feldern des gesellschaftlichen Lebens wird der Kampf gegen menschenfeindliche Bestrebungen ausgetragen. Besonders die Notwendigkeit einer besseren finanziellen und personellen Ausstattung des gesamten Gesundheitswesens ist in den vergangenen Monaten wohl allen Menschen klar geworden. Viele dürften auch begriffen haben, dass es absolut krank ist, das Gesundheitswesen dem Streben privater Konzerne nach Profitmaximierung zu unterwerfen. Es gehört, wie die gesamte Daseinsversorge, zu der auch das Recht auf Wohnraum zählt, in öffentliche Hand!
Es gibt viele Gründe, mit den Verordnungen des „Corona-Kabinetts“ unzufrieden zu sein. Wir treten allen Versuchen entgegen, die Rechte der Parlamente bei der Beschlussfassung über geeignete Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie auszuhebeln. Wir, Antifaschist:innen, Gewerkschafter:innen, Menschen vieler Mutterländer aus unterschiedlichen Bereichen der Gesellschaft in Deutschland, verteidigen die Demokratie, indem wir auch unter Corona-Bedingungen öffentlich für unsere sozialen und demokratischen Rechte, für internationale Solidarität im Kampf gegen Rassismus, gegen Abschottungs- und Kriegspolitik, für den Schutz von Geflüchteten usw. auf die Straße gehen und dabei den rechten Rattenfängern die rote Karte zeigen.
Wir fordern von den politischen Entscheidungsträger:innen, unseren Anliegen Rechnung zu tragen.
Lasst uns in diesem Sinne auch am 12.12.2020 gemeinsam auf die Straße gehen!