Alternative für Deutschland (AfD): eine Partei der extremen Rechten?
März 2020
Lässt man die ersten zwei Wochen des Jahres 2020 Revue passieren, so ist es um die Anfang 2013 gegründete Alternative für Deutschland (AfD) Anfang 2020 recht still geworden. Die regionalen Tageszeitungen berichten über Schwierigkeiten des Berliner Landesverbandes, Räume für die Abhaltung des Parteitages anmieten zu können; die Partei widerspricht dem Vorwurf, illegal Parteispenden erhalten zu haben. Auch die Ankündigung der AfD, sie wolle gegen eine mögliche Beobachtung durch den Nachrichtendienst juristisch vorgehen, fand Niederschlag in der medialen Berichterstattung. Das zeitweise geringe Ausmaß der Sichtbarkeit in den Medien darf freilich nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Ankunft der AfD im deutschen Parteiensystem eine tiefgreifende Veränderung der politischen Landschaft darstellt. Mit der AfD hat die extreme Rechte im Nachkriegsdeutschland ein lang gehegtes Projekt umsetzen können; die ihr durch den flächendeckenden Einzug in die Parlamente zugänglichen Ressourcen setzt die Partei dazu ein, sich weiter gesellschaftlich zu verankern, die demokratischen Parteien unter Druck zu setzen und politische Gegner*innen einzuschüchtern. Diese Entwicklung ist Gegenstand der folgenden Ausführungen.
An dieser Stelle möchten wir gerne eure Lieblingsbücher sehen. Bücher, die euch vom Hocker gerissen haben, die man unbedingt gelesen haben muss, Bücher, die Oma-Themen im allerweitesten Sinne behandeln, ob Romane, Sachbücher oder Gedichtbände . . . Auch einzelne Geschichten oder Gedichte sind willkommen, aber bitte immer mit einer kurzen Rezension!
Auch der Ostermarsch 2020 ist dem Corona Virus zum Opfer gefallen. Einen kleinen Trost gab es von unserem Freund Rainer Beuthel, Autor, Musiker, linker Politiker:
Gemeinsames Singen verbindet. Und damit wir auf Demonstrationen nicht nur zu sehen sondern auch zu hören sind, haben kreative Omas gegen Rechts dafür gesorgt, dass wir auch Lieder haben.
Die „Hymne“ der Omas gegen Rechts mit dem Text von Monika Salzer könnt Ihr hier genießen:
Bremer OMA-Lied mit zwei weiteren Strophen von Andrea T. Refrain: Omas, Omas – uns braucht das ganze Land wir kämpfen für die Kinder und leisten Widerstand (Whlg)
1.Es macht uns große Sorge, die Rechten spielen auf
ganz laut und ohne Achtung kommt jetzt der Hass heraus.
Die OMAS kennen die Töne, von anno dazumal.
Wir gehen auf die Straße, wir haben keine Wahl. Refrain: Omas, Omas – uns braucht das ganze Land wir kämpfen für die Kinder und leisten Widerstand (Whlg)
2.Die Rechten zeigen deutlich Symbole alter Zeit,
ganz unverhol`n und lautstark, das geht uns viel zu weit!
Entsetzt und voller Sorgen, die Situation ist krass!
Ihr Jungen, ihr von Morgen, sagt nun: STOP dem Menschenhass! Refrain: Omas, Omas – uns braucht das ganze Land wir kämpfen für die Kinder und leisten Widerstand (Whlg)
3.Im Osten waren Wahlen – das kann nicht sein, oh je:
Viel zu viele Stimmen bekam die AfD!
Die Nazis kehren wieder – es schlafen die Partei`n.
Drum geh`n wir auf die Straße und mischen uns jetzt ein! Refrain: Omas, Omas – uns braucht das ganze Land wir kämpfen für die Kinder und leisten Widerstand (Whlg)
4.Die grüne Lunge brennt – der Meeresspiegel steigt –
Tiere sterben aus. – Das wurde schon vergeigt!
Am Freitag auf die Strasse – die Jugend macht es vor.
Wir sind dabei – wir helfen und singen hier im Chor: (Refr.)
Refrain: Omas, Omas – uns braucht das ganze Land wir kämpfen für die Kinder und leisten Widerstand (Whlg)
Aus Berlin kommt dieses Lied nach der Melodie von „Hejo, Spann den Wagen an“:
Eine Kundgebung in Kiel gegen den sogenannten „Widerstand 2020“ Verschwörungstheoretikern, Esotherikern und Rechten, die sich seit einiger Zeit auch in unserer Stadt treffen. Am 10.5. haben sie am Asmus-Bremer-Platz eine Kundgebung durchgeführt. Da sagen wir: „Wi sünd all dor!“